Niedergösgen

Fetzenflug bei Model AG: Anwohner wehren sich gegen Verunreinigungen

Netze um die Förderbänder im Freien sollen Fetzenflug künftig verhindern.

Netze um die Förderbänder im Freien sollen Fetzenflug künftig verhindern.

Bei der Model AG in Niedergösgen flogen immer wieder Papier- und Plastikfetzen durch die Luft. Im März kam es zu einer erneuten Aussprache mit dem Gemeinderat. Die Firma hat nun Massnahmen ergriffen.

Als im Februar das Sturmtief Sabine wütete, kämpfte die Firma Model AG in Niedergösgen zeitgleich mit dem Ausfall einer ihrer Anlagen. Die Folgen der zwei Ursachen waren herumfliegende Plastikfetzen. Diese verunreinigten das Gelände der Fabrik aber auch die umliegende Nachbarschaft.

An der Gemeinderatssitzung vom 24. März kam es zu einer Aussprache. Daraus geht hervor, dass die Firma Model AG bereits entsprechende Massnahmen ergriffen hat, um solche Verunreinigungen bei windigem Wetter in Zukunft zu vermeiden. Vor dem Sturmtief Sabine habe es keinerlei Beanstandungen aus der Bevölkerung oder der Gemeinde gegeben, sagt Michael Wilms von der Model AG. Recherchen aber zeigen: Bereits in der Vergangenheit kam es zu Beanstandungen aus der Bevölkerung. Schon im Juli 2019 waren herumfliegende Papier- und Plastikfetzen, reger Lastwagenverkehr und Geruchsbelästigungen durch die Model AG Thema an einer Gemeinderatssitzung.

«Dass es zu dieser Verunreinigung kam, war eine Verkettung unglücklicher Umstände.» Dabei habe der Sturm mit dem Defekt der Anlage keinerlei Zusammenhang gehabt. «In dem Augenblick waren uns die Hände gebunden. Wir haben aber umgehend reagiert und Förderbänder, die sich im Freien befinden, mit Netzen zugedeckt.» Die Firma Model AG sei dabei, die Produktionsstätte in Niedergösgen umzubauen. Insofern stellen die Netze ein Provisorium dar und ihre Tauglichkeit werde weiter beobachtet, so Wilms.

Gemeinde war mit diversen Vertretern vor Ort

Auch Roberto Aletti, Gemeindepräsident von Niedergösgen, bestätigt die entsprechenden Massnahmen: «Bei einem Augenschein vor Ort haben wir die vom Unternehmen Model AG getroffenen Vorkehrungen begutachtet.» Bei der Besichtigung waren der Vizepräsident der Baukommission sowie ein Vertreter des Amts für Umwelt mit von der Partie. Das System mache einen plausiblen Eindruck und müsse sich natürlich auch noch bei entsprechendem Sturmwetter bewähren, sagt Aletti.

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