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FC Trimbach-Trainer: «Jetzt kann es nur besser kommen»

FC Trimbach 2016/17

FC Trimbach 2016/17

Mehmet Ozan war in den letzten Jahren vor allem im Nachwuchsbereich tätig, jetzt übernimmt er das Fanionteam des FC Trimbach. Dieses trifft am Mittwoch zum Saisonstart der 2. Liga daheim auf den Absteiger FC Grenchen.

Nach Bejtush Rrustollis Abgang und der Interimslösung mit Sportchef Rolf Gerber steigt der FC Trimbach in diesem Jahr wiederum mit einem neuen Trainer in die Saison. Der 49-jährige Mehmet Ozan hat vor knapp zwei Monaten das Zepter auf dem Leinfeld übernommen.

Mehmet Ozan

Mehmet Ozan

Ozan wohnt in Rothrist, hat drei Kinder und ist ein grosser Fan des türkischen Vereins Galatasaray Istanbul. Bis jetzt coachte Ozan während seiner Karriere erst einmal eine Aktivmannschaft. Die zweite Mannschaft des FC Langenthal, bei der er seine Trainerlaufbahn vor über zehn Jahren lancierte. Danach arbeitete der Türke vorwiegend auf der höchsten Nachwuchsstufe, bei den A-Junioren. Er coachte das Team Wiggertal, den FC Suhr, den FC Solothurn und war zuletzt eine halbe Saison beim FC Baden.

Sohn spielte schon für Trimbach

Mehmet Ozan kam vor knapp drei Jahren erstmals näher in Kontakt mit dem FC Trimbach. Sein Sohn Ali Sahin Ozan ging in der Saison 2013/14 für den FCT auf Torejagd. «Seit dieser Saison habe ich sehr viele Spiele auf dem Leinfeld gesehen», so Ozan. «Ich habe die Resultate auch dann noch mitverfolgt, als mein Sohn den Verein schon wieder verlassen hatte.» Weil er den Klub im Allgemeinen und im Speziellen die Vorstands-Mitglieder sowie Zuschauer auf dem Leinfeld sehr schätze.

Zu Gesprächen mit Sportchef Rolf Gerber sei es in den vergangenen Jahren immer wieder gekommen. Eine Zusammenarbeit habe sich aber aus diversen Gründen lange Zeit nicht ergeben. Bis zum Ende der letzten Saison. «Plötzlich kam der Anruf von Rolf Gerber, wir sind dann kurz zusammengesessen, und nach zehn Minuten war die Sache klar», blick Ozan zurück. Für ihn als Rothrister sei der FC Trimbach nur schon von der geografischen Lage her perfekt. «Und ich hatte Lust, endlich wieder einmal eine Aktivmannschaft zu übernehmen», nennt er einen weiteren Grund für die Zusage.

«Kleiner Umbruch»

Auf Mehmet Ozan wartet keine leichte Aufgabe, Trimbach beendete die Spielzeit 2015/16 auf dem siebten Schlussrang. «Ich habe gehört, dass vor allem gegen Ende der Saison das Kader zu schmal war und deshalb Senioren eingesetzt wurden», sagt Ozan, ohne einem seiner Vorgänger einen Vorwurf machen zu wollen. «Am Schluss hat es sicher zum Ligaerhalt gereicht, das zählt. Jetzt kann es eigentlich nur noch besser kommen.» Um das Kader zu verbreitern, hat Ozan – nebst seinem Sohn – einige neue Spieler aus der Region zum FC Trimbach gelockt. Zusätzlich wurde eine Handvoll eigener Junioren in die erste Mannschaft eingebaut.

Ozan spricht von einem kleinen Umbruch: «Ich will versuchen, eine neue Mannschaft aufzubauen. Die Junioren brauchen noch ein halbes Jahr Zeit, um sich an das 2.-Liga-Niveau zu gewöhnen, dann werden sie angreifen, davon bin ich überzeugt.»

Alles ist indes nicht neu beim FC Trimbach. Der spielstarke Kern um Lucien Baumgartner, die Schalt-Brüder Dominik und Sandro oder auch Claudio Rüedi ist geblieben und sorgt weiter dafür, dass sich der FC Trimbach in der 2. Liga vor keinem Gegner verstecken muss. «Mein Saisonziel ist es, vorne mitspielen zu können. Dieses Team hat die Qualität dazu», formuliert Mehmet Ozan seine Ansprüche. «Es hängt von den Jungs ab, ob sie meine Taktik auf den Platz bringen.»

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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