Der FC Dulliken konnte sich erstmals in seiner Vereinsgeschichte für den Schweizer Cup qualifizieren. Dort wartet Morgen in der ersten Hauptrunde der FC Chiasso aus der Challenge League auf die Niederämter. Obwohl die Tessiner drei Ligen höher spielen als der FC Dulliken, rechnet sich dessen Präsident Ueli Schenk durchaus Aussenseiterchancen aus. Er erinnert an den SC Buochs.

Die Innerschweizer, die in der gleichen Liga spielen wie Dulliken, eliminierten im letztjährigen Cup sensationell die Berner Young Boys aus der Super League. «Der FC Chiasso ist gegen uns natürlich der klare Favorit, doch ein Spitzenklub ist Chiasso sicher nicht. Und besonders motiviert werden die Tessiner gegen uns wohl auch nicht sein», wägt Schenk ab. «Es gibt immer wieder Überraschungen im Cup. Ein gutes Resultat wäre für mich, wenn wir weiterkommen.»

Der FC Chiasso, der vom Italiener Giuseppe Scienza trainiert wird, liegt in der Challenge League nach vier Spieltagen auf dem fünften Platz. Die Tessiner starteten mit einem 1:1-Unentschieden gegen den FC Aarau in die Saison. Darauf folgten zwei Heimniederlagen gegen Schaffhausen (2:3) und Winterthur (0:1). Vor drei Tagen holte der FC Chiasso seinen ersten Dreier: mit einem 2:1-Auswärtssieg beim FC Wohlen.

Beide Tore erzielte der 26-jährige Österreicher Deniz Mujic. Der bekannteste Akteur im Kader der Tessiner ist allerdings Alberto Regazzoni. Der 33-jährige Aussenangreifer spielte in seiner Karriere schon für Lugano, Sion, YB und St. Gallen in der höchsten Liga der Schweiz. In den ersten vier Meisterschaftsspielen konnte Regazzoni bereits drei Assists auf sein Konto verbuchen.

Für den FC Dulliken ist der morgige Cup-Match der erste Ernstkampf der Saison 2016/17. Die Meisterschaft in der 2. Liga interregional beginnt für die Niederämter erst am kommenden Mittwoch mit dem Derby gegen den FC Subingen.

Dass Dulliken mit dem FC Chiasso nicht gerade das grosse Los gezogen hat, bringt auch Vorteile. Eine Extra-Tribüne oder ähnliches brauchts definitiv nicht. «In Bezug auf die Infrastruktur müssen wir gar nichts Spezielles machen für den Cup-Match, weil der FC Chiasso sicher nicht viele Zuschauer bringt», so Ueli Schenk.

«Ich hoffe, dass am Sonntag 400 bis 500 Leute auf der Ey sind, mit mehr können wir wohl nicht rechnen, der Gegner ist halt wirklich zu wenig attraktiv.» So halten sich denn auch die Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen. «Es ist natürlich kein Risiko-Spiel», erklärt Schenk. «Wir haben alles mit der lokalen Polizei geklärt. Es wird am Sonntag jemand vor Ort sein, mehr Aufwand ist aber nicht nötig.»