Trimbach
Es braucht eine zweite Runde: Alle fünf Kandidaten scheitern am absoluten Mehr

In Trimbach bleibt das Duell um die Nachfolge von Karl Tanner weiterhin offen. Sämtliche fünf Kandidaten für das Gemeindepräsidium scheiterten am absoluten Mehr. Mit 386 Stimmen erzielte Martin Bühler von der SP das beste Resultat.

Kelly Spielmann
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In Trimbach bleibt das höchste Amt vorerst unbesetzt. Im ersten Wahlgang konnte keiner der fünf Kandidaten das absolute Mehr erreichen.

In Trimbach bleibt das höchste Amt vorerst unbesetzt. Im ersten Wahlgang konnte keiner der fünf Kandidaten das absolute Mehr erreichen.

Bruno Kissling

Der Kampf um das Gemeindepräsidium in Trimbach geht weiter: Keiner der fünf Kandidierenden Dieter Altherr (SVP), Henny Beyeler (parteilos), Martin Bühler (SP), Walter Hürst (FDP) und Reto Vogt (parteilos) konnte das absolute Mehr von 527 Stimmen erreichen. Die Stimmbeteiligung lag bei 30,6 Prozent. 2,4 Prozent aller gültigen Wahlzettel gingen leer ein.

Sich zurückziehen oder eine neue Kandidatur für den zweiten Wahlgang stellen können die Kandidierenden bis morgen Dienstag, 17 Uhr. Der zweite Wahlgang findet am 24. September statt. Doch wer wird sich den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern Trimbachs erneut stellen?

Drei treten nochmals an

Wer bestimmt wieder dabei ist: Martin Bühler, SP-Gemeinderat. 386 Stimmen (36,7 Prozent) gehen auf sein Konto. «Ich bin sehr glücklich mit dem Resultat. Der erste Platz war mein Ziel, aber dass das Resultat so gut war, hat mich überrascht», so Bühler zufrieden. Mit 193 Stimmen hat die zweitplatzierte Henny Beyeler exakt halb so viele Stimmen wie Bühler. Das deutliche Votum führt Bühler zum Schluss: «Beim zweiten Wahlgang bin ich selbstverständlich dabei.»

Auch die parteilose Kandidatin Henny Beyeler wird sich erneut stellen. Sie har 18,3 Prozent aller Stimmen erzielt. «Ich bin zufrieden mit dem Resultat», sagt sie nach der Bekanntgabe. «Es ist schön, dass ich eine breite Zustimmung erhalten habe und ich finde, das Resultat rechtfertigt meinen Antritt zum zweiten Wahlgang», so Beyeler. Sollte sie als Nichtgemeinderätin im zweiten Wahlgang siegen, müsste Silvia Lehmann (CVP) ihren Platz im Gemeinderat räumen.

Nicht vom schlechten Resultat entmutigen lässt sich SVP-Gemeinderat Dieter Altherr. Trotz des letzten Platzes mit 136 Stimmen (12,9 Prozent) bleibt er positiv. «Das Ergebnis war erwartungsgemäss, ich bin überhaupt nicht enttäuscht», erklärt er. «Wer A sagt, muss auch B sagen. Zum zweiten Wahlgang trete ich auch an», so Altherr entschlossen.

Zwei Kandidaten unschlüssig

Mit seinem Resultat sei er zwar zufrieden und habe es so erwartet, trotzdem ist noch unklar, ob FDP-Gemeinderat Walter Hürst zum zweiten Wahlgang antritt. Die FDP Trimbach wird sich heute Montagabend treffen: «An der Sitzung entscheidet die Partei, wie es weitergeht», so Hürst.

Ebenfalls unklar ist, ob sich der parteilose Reto Vogt im September erneut der Stimmbevölkerung stellt. Mit seinem Resultat von 140 Stimmen (13,3 Prozent) sei er «nicht sehr zufrieden», er habe es aber so erwartet. Auch mit dem grossen Vorsprung der SP habe er gerechnet. Zum zweiten Wahlgang hat er noch keine klare Meinung: «Ich muss es mir nochmals überlegen und eine Nacht darüber schlafen», so Vogt.

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