Niedergösgen

Ertrinkenden Mann aus der Aare gezogen: Lebensretter wird für Prix Courage nominiert

Bei der Schwelliplatte rettete Philippe Viau im Sommer einen Mann vor dem Ertrinken.

Bei der Schwelliplatte rettete Philippe Viau im Sommer einen Mann vor dem Ertrinken.

Philippe Viau zog im Sommer bei der Schwelliplatte in Niedergösgen einen ertrinkenden Mann aus der Aare. Für diese Tat ist der 25-jährige für den Prix Courage nominiert.

In seiner Mittagspause an der alten Aare bei Niedergösgen fiel Philippe Viau ein Mann mit Schwimmweste im Wasser auf. Das war an einem heissen Junitag im vergangenen Sommer. Zunächst dachte sich der Polymechaniker nichts dabei. Erst später auf dem Rückweg in die Werkstatt, als Passanten ihn auf die orange Schwimmweste aufmerksam machten, wusste er: Hier stimmt etwas nicht.

Viau realisierte, dass der Schwimmer in die Wasserwalze unterhalb der Schwelliplatte beim Bally-Park geraten sein musste. Sofort zog er Hemd und Schuhe aus und begab sich ins Wasser. Der verunglückte Schwimmer hatte mittlerweile das Bewusstsein verloren. Glücklicherweise hatte ihn die Walze aber wieder ausgespuckt. Denn sonst wäre die Rettungsaktion viel zu riskant gewesen. Das weiss auch Philippe Viau, der in Schönenwerd an der Aare aufgewachsen ist.

Es gelang dem 25-Jährigen, den Ertrinkenden ans Ufer zu ziehen. Weitere Helfer hievten ihn aus dem Wasser. Gemeinsam leisteten die Retter erste Hilfe und alarmierten den Notruf. Es dauerte mehrere Minuten bis der verunglückte Chinese wieder bei vollem Bewusstsein war. Bevor ihn die Sanitäter abtransportierten, bedankte er sich jedoch noch bei seinen Rettern.

Chinese ertrinkt fast in Wasserwalze beim Bally-Park

Chinese ertrinkt fast in Wasserwalze beim Bally-Park

Acht Kandidaten

Die beherzte Aktion ist auch dem «Beobachter» nicht verborgen geblieben. Philippe Viau, der mittlerweile im aargauischen Staffelbach lebt, ist einer von acht Nominierten für den diesjährigen Prix Courage. Mit dem Preis zeichnet das Magazin Menschen aus, die besonderen Mut bewiesen haben.

Die Wahl des Preisträgers oder der Preisträgerin erfolgt sowohl durch das Publikum via Telefon- und SMS-Voting als auch durch die Jury unter der Leitung der Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer. Für die einzelnen Kandidaten kann noch bis am 5. November abgestimmt werden. Der Sieger wird am 17. November in Zürich geehrt.

Der Prix Courage ist mit 15'000 Franken dotiert. Zum ersten Mal wird überdies ein mit 10'000 Franken dotierter Lifetime Award verliehen. Der Preisträger steht hier bereits fest: Pfarrer Ernst Sieber aus Zürich wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

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