Lostorf
Erste Begegnungen mit Pferden am Ferienpass

Am Ferienpass, der mit Stüsslingen und Rohr durchgeführt wird, nehmen heuer 228 Kinder teil. Das Angebot «Begegnungen mit dem Pferd» wird von Sonja Lämmli auf dem Lostorfer Lämmlihof angeboten: «Es geht darum, die Pferde kennen zu lernen und Vertrauen zu ihnen aufzubauen»

Rahel Bühler
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Das Leiterteam um (v. l.) Klaus Lämmli, seine Ehefrau Sonja, Steffi Klask, Fabiola Monn mit ihren Reiter-Schützlingen.

Das Leiterteam um (v. l.) Klaus Lämmli, seine Ehefrau Sonja, Steffi Klask, Fabiola Monn mit ihren Reiter-Schützlingen.

Bruno Kissling

Cookies dekorieren, Inlineskaten, Töpfern, Zaubern. Das Angebot des Ferienpasses Lostorf Stüsslingen Rohr ist vielseitig und lockt viele Kinder an, die in der letzten Woche vor dem Schulstart neues entdecken wollen. «Sechs Kurse waren in diesem Jahr besonders gefragt. Darunter ‹Indianertag›, ‹Schnitzeljagd mit Hunden› oder der ‹Nothilfekurs›», weiss Sabrina Tüscher. Sie ist Mitglied des OKs, welches den Ferienpass organisiert.

In diesem Jahr werden 84 unterschiedliche Kurse angeboten, einige davon werden mehrfach geführt. Zum diesjährigen Ferienpass haben sich 228 Kinder angemeldet. Deutlich weniger als im Vorjahr. Sabrina Tüscher erklärt wieso: «Die Kinder oder ihre Eltern melden sich neu online an. Das braucht noch etwas Angewöhnungszeit.» Auch die Kurs-Zuteilung erfolgt dann darüber und nicht mehr manuell via Excel-Tabelle. «Das nimmt uns viel Arbeit ab», bestätigt Tüscher.

Vertrauen aufbauen

Eines der Angebote, welches im diesjährigen Ferienpass zur Verfügung steht, nennt sich «Begegnungen mit dem Pferd» und wird von Sonja Lämmli auf dem Lostorfer Lämmlihof angeboten. Das Ziel des Kurses ist denn auch nicht das Reiten, sondern, erste Begegnungen mit den Huftieren zu machen. «Es geht darum, die Pferde kennen zu lernen und Vertrauen zu ihnen aufzubauen», erklärt Lämmli.

Die sieben Mädchen, die den Kurs am Dienstagmorgen besuchen, lernen, auf ein Pferd zu steigen, es an den Zügeln zu führen und das Erteilen von ersten Kommandos. Da ertönt ein «back» (daraufhin soll das Pferd rückwärts laufen), dort erklingt ein «Hooo» (da soll das Pferd anhalten). Spielerisch werden die Mädchen im Alter von acht und neun Jahren an die Pferde herangeführt.

Durch verschiedene Übungen und diverse Hilfsmittel wird zum Beispiel das Gleichgewicht gefördert: In einer davon geht es darum, wie ein toter Indianer, so heisst denn auch die entsprechende Übung, auf dem Ross zu liegen. Eine Andere lautet «Damensitz» und erklärt sich von selbst.

Auch Hilfsmittel wie farbige Ringe oder weiche Fussbälle kommen während des zweieinhalbstündigen Kurses zum Einsatz. Auch in der Reithalle des Lämmlihofes gilt: Sicherheit geht vor. Aus diesem Grund tragen alle einen Reit- oder, als Alternative, einen Velohelm.

Zu den Aufgaben des neunköpfigen Ferienpass-OKs gehört zum Beispiel das Anfragen der Kursanbieter, das Reservieren der Schulanlagen oder das Suchen nach neuen Angeboten. Letztere war auch in diesem Jahr wieder erfolgreich: Der Kurs «Karate und Selbstverteidigung», der am Montagmorgen 19 Kinder anlockte, fand heuer zum ersten Mal statt.

Das Schwierige an der Organisation der verschiedenen Kurse sei jeweils, ein genügend breites Angebot für alle Altersstufen zusammenzubringen, wie Sabrina Tüscher erklärt. Ausserdem sei die Zeit, welche für die Organisation des Ferienpasses aufgewendet werde, enorm. Wenn in die glänzenden Kinderaugen, die auf den Rücken der Pferde auf dem Lämmlihof geblickt werden kann, lohnt sich der Aufwand alleweil.

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