Gegen die Feststellung des Regierungsrats vom 8. Dezember, wonach die Änderungen des Bauzonen- und Gesamtplans «Sportplatz Breiti» als nicht genehmigt gelten und somit der Sportplatz nicht erweitert werden kann, wird der Gemeinderat von Erlinsbach SO keine Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben.

Dies teilte Gemeindepräsident Markus von Arx am Freitag auf Anfrage mit. Der Entscheid sei in Absprache mit der Betriebskommission und den Planern abgesprochen worden. «Wir hatten da keine andere Wahl, die Situation war eindeutig», so von Arx. Das heisst in der Konsequenz: Das Ehepaar Beatrix und Peter Müller Kühnis wird sein Land beim Sportplatz «Breiti», das der Erweiterung hätte geopfert werden sollen, nun definitiv weiter bewirtschaften können.

Junioren weiter auslagern?

Wie geht es aber nun auf der «Breiti» weiter? «Grundsätzlich werden wir die Situation überdenken und neue Überlegungen anstellen müssen», hält der Gemeindepräsident fest. Hier denke man innerhalb der Betriebskommission und des Gemeinderates etwa über eine weitere Auslagerung der Fussball-Junioren nach. Bereits heute sei es so, dass die Junioren für die Trainings teilweise den Rasen des Mühlematt-Schulhauses in Erlinsbach SO benutzen müssen, Garderobe inklusive.

Betroffen seien die Siebner-Mannschaften, also die Junioren-Kategorien G bis D. «Kommt hinzu, dass wir die Mühlematt-Anlage demnächst sowieso sanieren müssen. Dass wir dabei einen Teil des heutigen Rasens durch einen Kunstrasen ersetzen und ganz für die Junioren freigeben, ist eine Option, die sicher geprüft werden muss», hält von Arx fest. Eine weitere Auslagerung von Junioren Richtung Schulanlage Bläuen in Erlinsbach AG werde dabei ebenfalls ins Auge gefasst; nicht zuletzt, um den Rasen in der «Breiti» weiter zu schonen.

Und er merkt an: «In der ‹Breiti› müssen wir jetzt halt mit dem Platz auskommen, den wir zur Verfügung haben». So oder so: Die Garderoben und das Klubhaus müssen einer Sanierung unterzogen werden, «da kommen wir nicht drum herum». Und er stellt unmissverständlich klar: «Jahrelang zuwarten und nichts tun, kommt nicht in Frage». Bereits Anfang Januar würden die Verantwortlichen zusammenkommen und sich anschicken, Lösungsansätze zu erarbeiten. «Wir wurden zwei Schritte zurückgeworfen. Die ganze Situation verzögert sich, und es wird eine abgespeckte Version geben», stellt von Arx in Aussicht.