Niedergösgen

Erhaltenswert oder nicht: Wie weiter mit dem Transformatorenhaus?

Wie weiter mit dem Transformatorenhaus?

Was soll aus dem rosa Transformatorenhaus in Niedergösgen werden? Der Kanton würde es gerne erhalten, die Gemeinde nicht unbedingt. Konkrete Pläne mit dem Grundstück gibt es zwar noch keine, doch der Gemeinderat will sich alle Möglichkeiten offen halten.

Es ist rosa, ein paar Meter hoch und hat ein braunes Spitzdach. Das Transformatorenhaus an der hinteren Schachenstrasse in Niedergösgen, direkt neben der Fabrik der Bodmer AG. Mit diesem Türmchen beschäftigte sich der Gemeinderat Niedergösgen an seiner vergangenen Sitzung. Und zwar ging es um die Frage, ob das Türmchen als erhaltenswert eingestuft werden sollte oder nicht.

Ja, sollte es, findet nämlich die kantonale Denkmalpflege. Und zwar im Rahmen der Ortsplanungsrevision von Niedergösgen. Diese ist schon ziemlich weit fortgeschritten, eine erste Version wurde bereits zur Vorprüfung dem Kanton gegeben. Diese Vorprüfung ist nun abgeschlossen, das Dossier ist mit einigen Änderungen wieder zurück bei der Gemeinde. Und eine dieser Änderungen betrifft angesprochenes Türmchen.

Nun liegt der Ball wieder beim Kanton

Denn die Gemeinde würde es lieber nicht als erhaltenswert einstufen. Konkrete Pläne mit dem Grundstück gibt es zwar nicht, erklärt Gemeindepräsident Roberto Aletti. «Wir wollen uns für die Zukunft aber alle Möglichkeiten offen halten.» Konkret geht es um die Zufahrt zum Ortsteil Schachen. Diese erfolgt über eine einzige Strasse: die Schachenstrasse. So kommen und gehen auch Lastwagen auf diesem Wege, am Café Bank vorbei und dann auf die Hauptstrasse. Keine optimale Lösung, wie Aletti findet. Eine mögliche Alternative: eine zweite Zufahrtsstrasse, irgendwo im Bereich des Türmchens. Das ist zwar noch Zukunftsmusik, konkrete Pläne in diese Richtung gibt es noch keine. Aber würde das Gebäude als erhaltenswert eingestuft, würden sich die Pläne erübrigen. Denn erhaltenswert bedeutet zwar nicht, dass gar keine Veränderungen vorgenommen werden dürften. Aber ein Abriss wäre definitiv vom Tisch.

Daneben beschäftigte noch eine weitere Liegenschaft den Gemeinderat: ein heruntergekommenes Haus an der Rainstrasse. Auch dieses will der Kanton als erhaltenswert einstufen, die Gemeinde jedoch nicht. Diese und weitere Änderungen wird die Gemeinde nun bearbeiten, anschliessend ist der Ball wieder beim Kanton. Das Ziel: bis im Februar 2020 soll der abschliessende Bericht vorliegen. Im Juni 2020 könnte, wenn alles rund läuft, die Ortsplanungsrevision öffentlich aufliegen.

Weiter hat der Gemeinderat beschlossen, ein Stück Land zu kaufen. Unterhalb des Schulgeländes, direkt neben dem ehemaligen Schulgarten. Das Grundstück würde die Parzelle der Gemeinde ideal ergänzen, heisst es dazu im Bericht der Gemeinderatssitzung. Für 75'500 Franken hat der Rat beschlossen, zuzuschlagen.

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