Die Delegiertenversammlung der Sozialregion Unteres Niederamt (SRUN) hat die Jahresrechnung 2016 mit Ausgaben von 22 Mio. Franken genehmigt.

Den neun Mitgliedsgemeinden Däniken, Eppenberg-Wöschnau, Erlinsbach, Gretzenbach, Kienberg, Niedergösgen, Rohr, Schönenwerd und Walterswil konnte der Präsident der SRUN, Richard Wälti, ein stabiles Geschäftsjahr 2016 präsentieren. Die Gesamtkosten gegenüber dem Vorjahr sind zwar um 0,3 Prozent auf 22,4 Mio. Franken gestiegen. Die durch die Gemeinden zu bezahlenden Restkosten von 16 Mio. Franken entsprechen 858 Franken pro Einwohner und bleiben gegenüber dem Vorjahr erfreulich stabil.

Hohe Anforderungen der KESB

Geschäftsleiter Hans Ulrich Bürgi berichtete vom gut funktionierenden, integrierten Geschäftsmodell für die angeschlossenen knapp 20 000 Einwohner. Mit 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (1580 Stellenprozente) werden die 941 Dossiers (+10 Prozent) dank effizienten Geschäftsabläufen und konsequenter Fallführung kostengünstig ausgeführt. Leider nehmen nicht nur die Fallzahlen in der Sozialhilfe zu, sondern auch die von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) übertragenen Aufgaben. So bewegen sich die Kosten für die von der KESB verlangten Mandatsführungen und Abklärungen mit 138 386.65 Franken auf hohem Niveau (2015: Fr. 237 086 Franken, 2014: 134 215 Franken).

Gesetzliche Sozialhilfe sinkt

Die deutlich unter dem Budget abgeschlossene gesetzliche Sozialhilfe sinkt gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent auf 7,057 Mio. Franken, was 369 Franken pro Einwohner entspricht. Während die Pro-Kopf-Kosten seit der Einführung der regionalen Sozialdienste im Jahr 2009 von 252 Franken pro Ein-wohner zeitweise bis auf 409 Franken pro Einwohner stetig und massiv gestiegen waren, ist seit 2015 ein zaghafter Rückgang feststellbar, was die Gemeinden spürbar entlastet. Die Minderkosten gegenüber dem Budget betragen 602 968 Franken.

Kantonale Leistungsfelder steigen

Die vom Kanton an die Gemeinden überwälzten Kosten («kantonale Leistungsfelder») sind nicht direkt beeinflussbar und steigen erneut massiv an. Sie übersteigen sowohl das Budget als auch das Vorjahr um 8 Prozent respektive 13 Prozent und erreichen 7,45 Mio. Franken, was 389 Franken pro Einwohner ausmacht. Dies entspricht Mehrkosten von 882 295 Franken. Kostentreiber sind die Beiträge an die Ergänzungsleistungen (+19 Prozent) und die Pflegekosten (+6 Prozent). Gesamthaft sind die kantonalen Leistungsfelder seit dem Jahr 2009 um sagenhafte 53 Prozent gestiegen.

Stabile Verwaltungskosten

Zwar steigen die Verwaltungskosten gegenüber dem Budget um 6 Prozent auf 1,9 Mio. Franken an. Grund dafür sind ausserordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit IT-Anpassungen und ungeplanten Kosten infolge gestiegener KESB-Anforderungen. Mit knapp 100 Franken pro Einwohner (Fr. 99.94) liegen die Verwaltungskosten allerdings 10 Prozent unter den Vorjahreskosten von 111 Franken pro Einwohner.