Winznau

Einstimmig und speditiv durch die Gemeindeversammlung

Daniel Gubler (l.) und Iwan Tscharland (r.) mit seinem Bänkli.

Daniel Gubler (l.) und Iwan Tscharland (r.) mit seinem Bänkli.

Die Anwesenden der Gemeindeversammlung sind sich einig. Detailberatungen wurden keine verlangt, Einsprüche oder Enthaltungen blieben aus.

Punkt acht Uhr eröffnete Gemeindepräsident Daniel Gubler die Versammlung. Insgesamt 44 Anwesende, davon 41 Stimmberechtigte, nahmen Platz in der Mehrzweckhalle. Der Gemeindesaal sei zu klein für die Budgetgemeindeversammlung, erzählt eine der Anwesenden.

Auf dem Programm standen acht Traktanden, welche allesamt speditiv behandelt und einstimmig angenommen wurden, wobei das letzte Traktandum informativer und zusammenfassender Natur war und keine Genehmigung erforderte.

Durch die überall einstimmige Annahme der Anträge zeigten die Bewohner von Winznau grosses Vertrauen in die Gemeindeführung im Allgemeinen und in die Finanzverwaltung im Speziellen.

Vorprojekt: Ersatz Schmutzwasserleitung

Die öffentliche Kanalisation der Brunnackerstrasse befinde sich in einem sehr schlechten Zustand, wie der Präsident der Werkkommission Harry Reist erklärte. Die Kanalisation weise teilweise einen zu kleinen Rohrquerschnitt aus, und stellenweise sei sie undicht.

Aufmerksam hörte der Saal zu und beschloss das berechnete Ingenieurhonorar von 79 000 Franken zu genehmigen. Dies sei erst das Vorprojekt und der Betrag eine Richtofferte. Die effektiven Baukosten für den Ersatz der Schmutzwasserleitung werden erst im nächsten Jahr besprochen.

Finanzplan der nächsten sechs Jahre und Budget 2016

Der Finanzplan der Jahre 2017 bis 2022 benötigte keine Bewilligung vonseiten der Gemeindeversammlung, sondern musste lediglich zur Kenntnis genommen werden. Dabei zeigt sich eine defizitäre Entwicklung ab dem Jahr 2018. Eine Finanzierungsschwäche ist also vorhanden. Es sei aber eine gewünschte kleine Verschuldung.

Das Budget 2016 zeigt gewisse Veränderungen durch die Umstellung auf das neue Rechnungsmodell HRM2. Es ist das erste Jahr, in welchem das Budget unter dem neuen Modell erstellt wurde.

Es ist mit einem voraussichtlichen Aufwandüberschuss von 6561 Franken zu rechnen. Durch die Einzelkonten nach Funktionen der Erfolgsrechnung 2016 führte Finanzverwalter Wolfgang Fahrer schnell und souverän.

Er machte unter anderem auf die massive Kostenerhöhung des Schulmaterials aufmerksam, die aufgrund der Einführung des neuen Lehrplans 21 zustande kommt. Er klärte auch über die Anschaffung von Maschinen und Fahrzeugen des Werkhofs in der Höhe von 20 000 Franken auf. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 121 Prozent.

Keine grösseren Baustellen mehr und ein neuer Präsident

«Das Jahr 2015 war das Jahr der Baustellen. Es war uns bewusst, dass das Jahr 2015 dazu da war, Erfahrungen zu sammeln. Nächstes Jahr stehen keine grösseren Baustellen an», versicherte Gubler.

Mit rührenden Worten und im Namen von allen bedankte sich Gubler bei Iwan Tscharland, der nach 18 Jahren als Präsident der Bürgergemeinde zurücktritt und seinem Nachfolger Manfred Guldimann den Weg ebnet.

Wein und eine Sitzbank aus Föhrenholz, worin sein Name eingeritzt war, durfte Tscharland entgegennehmen: «Du hast verzichtet zugunsten von uns allen. Die Föhre symbolisiert Stärke, Langlebigkeit, Geduld, Durchsetzungskraft. Und so hast du dein Amt als Präsident der Bürgergemeinde ausgeübt. Danke.»

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