Einsprachen
«Zu viel Beton, zu wenig Grünfläche»: Anwohnende wehren sich in Trimbach gegen Neubauprojekt

Das Bauvorhaben an der Dürrenbergstrasse in Trimbach erfährt Gegenwind. Sechs Personen unterschrieben die Einsprachen.

Cyrill Pürro
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Hier an der Dürrenbergstrasse soll das Bauprojekt umgesetzt werden.

Hier an der Dürrenbergstrasse soll das Bauprojekt umgesetzt werden.

Bruno Kissling

In Trimbach wird in der kommenden Zeit viel gebaut. Neben den Siedlungserweiterungen auf dem Breiti-Areal und am Wernli-Hang soll auch an der Dürrenbergstrasse ein neues Wohngebiet entstehen. Fünf neue Doppelhäuser mit insgesamt zehn Eigentumswohnungen sind anstelle des zurzeit noch dastehenden Einfamilienhauses geplant. Jedes der Häuser soll drei Stockwerke beinhalten. Die Einsprachefrist lief bis zum 23. September.

Wie der Redaktion aufgrund von Hinweisen bekannt ist, gingen mehrere Einsprachen gegen das Bauprojekt ein. Nach Rücksprache mit Anwohnenden des besagten Quartiers fiel auf, dass sich manche Betroffene mit dem Bauvorhaben nicht anfreunden können. So erklärt eine Person, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, am Telefon, dass insgesamt sechs Leute aus dem Quartier die Einsprachen unterzeichnet hätten. Von wem die Einsprachen stammen, ist bis auf Weiteres nicht in Erfahrung zu bringen.

Gegenstimmen mit verschiedensten Gründen

Gefragt, wieso die Person gegen das geplante Vorhaben ist, antwortet diese: «Ich bin der Meinung, dass das Bauvorhaben nicht den geltenden Gemeindevorschriften gemäss dem Leitbild von Trimbach entspricht.» Die Person unterstreicht:

«Ich bin generell fürs Bauen.»

Eine weitere ebenfalls nicht namentlich genannte Person sagt am Telefon; auch sie habe mitunterschrieben. Sie könne aber nur von dem sprechen, was sie aus ihrem Umfeld mitbekommen habe. Personen, mit denen sie sich unterhielt, stören sich am Wegfallen des Sonnenlichts und des Ausblicks.

Es gehe auch darum, dass die Häuser sehr nahe an die benachbarten Grundstücke gebaut würden, für manche gäbe es deswegen «zu viel Beton und zu wenig Grünfläche» im Gebiet. Ein weiteres Anliegen aus dem Quartier, von dem die zweite Person am Telefon erzählt, ist der zunehmende Verkehr, der durch den neuen Wohnraum entstehen würde. Die Gemeinde Trimbach erklärt auf Anfrage, sie äussere sich zu laufenden Einsprachen nicht. Es liege jetzt an Einsprechenden und den Grundstückeigentümern, einen Kompromiss zu finden. Danach könne man weiterschauen.

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