Obergösgen

Eine alte Tradition ist gefährdet: Ob das Feuer brennen darf ist noch unklar

Die Glorreichen Sieben Obergösgen: Sie sammeln jedes Jahr die alten Christbäume ein.

Die Glorreichen Sieben Obergösgen: Sie sammeln jedes Jahr die alten Christbäume ein.

Alles wäre vorbereitet, um in Obergösgen die alten Weihnachtsbäume zu verbrennen. Doch nun meldet das Amt für Umwelt Bedenken an. Das Holz müsste zuerst getrocknet werden.

«Die Fasnacht findet dieses Jahr bekanntlich nicht statt. Unser Feuer aber schon: Wir werden den Winter vertreiben und hoffen, Corona geht gleich mit ihm.» Das schreibt der Gemeindepräsident von Obergösgen, Peter Frei, zu einem geposteten Bild auf seinem Facebookprofil. Darauf zu sehen ist die Gruppe der «Glorreichen Sieben».

Sie sammeln seit 22 Jahren die alten Tannenbäume ein und verbrennen diese, üblicherweise am 11. Februar. Auf Anfrage erklärt Frei aber: Es ist unklar ob wir das Feuer in diesem Jahr anzünden dürfen.» Denn nun hat Frei vom Amt für Umwelt (AfU) ein Merkblatt erhalten. Darin meldet das Amt Bedenken an, was die Luftreinhaltung betrifft. Frei will die Angelegenheit mit dem AfU noch besprechen. Er meint aber: «Wenn wir die Erlaubnis nicht erhalten, tragen wir den Haufen halt wieder ab.»

Adrian Stoll, Zuständiger beim AfU für Feuerungen, sagt auf Anfrage: «Das Problem ist, dass diese Bäume noch grün sind.» Sie müssten, wie Brennholz, mindestens ein Jahr getrocknet werden, besser zwei. So würde beim Abbrennen nicht zu viel Schadstoff austreten. «Diese Belastungen sind im Winter sowieso schon hoch», erklärt Stoll. Das korrekte Entsorgen beschreibt er so: «Zuerst allen Baumschmuck entfernen und die Bäume dann im Grüngut entsorgen.» Das Merkblatt zu Feuern steht beim AfU zum Download bereit.

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