Wer hat nicht auch schon ein Versprechen gegeben und hat dies später nicht eingehalten? Das gehört wohl zur menschlichen Spezies, seit es sie gibt. Kein Wunder also, dass auch im 19. Jahrhundert die Gebrüder Grimm den Froschkönig in ihre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen aufnahmen. Der Beginn der Geschichte ist schnell erzählt: Die aufmüpfige, eingebildete Prinzessin Sophia soll verheiratet werden. Die ganze Königsfamilie erwartet den potenziellen Bräutigam, den benachbarten König Richard, um die Vermählung zu besiegeln. Doch dagegen hat die grosse Zauberin Medusa etwas einzuwenden, viel lieber sähe sie sich als Frau des jungen Königs. So wird Richard Opfer ihrer Zauberkraft und wird auf dem Weg zu seiner Braut in den Schlossbrunnen geworfen, verzaubert um fortan sein Leben als Frosch zu fristen. Nur ein Kuss einer wahren Prinzessin kann ihn aus seiner misslichen Lage erlösen. Glücklicherweise fällt die goldene Kugel von Prinzessin Sophia just in diesen Brunnen und der Frosch gibt die Kugel nur für ein ganz besonderes Versprechen frei... .

In der Folge werden einige Hürden zu bezwingen und Klippen zu umschiffen sein, bis es zu einer märchenhaften Auflösung kommen kann.

Ausschnitt aus "Der Froschkönig", aufgeführt von der Märlibühni Trimbach.

Ausschnitt aus "Der Froschkönig", aufgeführt von der Märlibühni Trimbach

 

Verbindung über Generationen

Seit nunmehr 31 Jahren entführt die Märlibühni Trimbach ihr Publikum alljährlich in die Märliwelt. Viele kennen die Märli schon seit Kindsbeinen an und sitzen mittlerweile mit dem eigenen Nachwuchs im Mühlemattsaal in Trimbach. Somit darf behauptet werden, dass das Märli Ende November zu einem festen Bestandteil in vielen Familienagenden gehört und ganze Generationen verbindet. So ist es auch kaum verwunderlich, dass bei den Schauspielerinnen und Schauspielern auf der Bühne auch mehrere Generationen zusammen agieren.

Wie kommt es dazu, dass ihr in diesem Jahr eure Premiere in der Märlibühni feiert?