Als Abteilungsleiter ist Fabian Näf für das Organisatorische verantwortlich, sorgt dafür, dass Pfadileiter aus- und weitergebildet werden, dass die Lager reibungslos über die Bühne gehen und vieles mehr. Im Lager selbst fungiert er dann nicht als Leiter, sondern als Koch.

Keine einfache Aufgabe, von der Menüplanung über das richtige Feuer bis zur fertigen Mahlzeit ist es ein langer Weg. «Es macht mir aber Spass, und nach mittlerweile vier Jahren habe ich das Kochen über dem Feuer ziemlich gut im Griff», freut sich der Niedergösger.

Pfadi für die Kleinsten

Neben alldem kümmert sich Näf auch darum, dass die Kleinsten in der Pfadi einen guten Start erleben. Anfang dieses Jahres rief er die Biber-Stufe der Pfadi Gösgen ins Leben. Diese Pfadi-Stufe für Vier- bis Sechsjährige ist schweizweit langsam im Kommen, und in Gösgen schon im ersten Jahr ein grosser Erfolg.

15 Kinder werden nun alle drei Wochen für zwei Stunden von Fabian Näf behutsam in den Pfadi-Kosmos eingeführt. Die Natur entdecken, basteln, praktische Knoten erlernen, das und noch viel mehr gehört zu dem vielseitigen Hobby dazu. Näf selbst investiert wöchentlich vier bis fünf Stunden in die Pfadi-Administration, Vorbereitung und Übungen, in der Lager-Planungszeit bedeutend mehr.

Für den Elektroinstallateur jedoch kein Problem: «Würde es mir keinen Spass machen, hätte ich schon lange aufgehört.» Seinen Pfadinamen Athos bekam er damals mit seinem Eintritt in die Pfadi Gösgen, was er genau bedeutet und warum man ihn so genannt hat, weiss Näf bis heute nicht genau. «Bei uns in der Abteilung benutzen wir aber sowieso weniger die Pfadinamen und mehr sonstige Spitznamen, so ist es auch nicht so wichtig», erzählt er.

Ältestes Mitglied

Näf selbst kam erst später als die heutigen Biber in die Pfadi, der 26-Jährige ist mittlerweile seit 16 Jahren dabei, seit vier Jahren engagiert er sich als Abteilungsleiter. Von einem Freund dazu motiviert, schnupperte er das erste Mal rein und ist bis heute dabeigeblieben. «Anfangs waren wir nur zwölf Pfader, im Lager reichten drei Zelte, heute sind wir, die Leiter mitgerechnet, um die 60 Leute», berichtet Näf.

Es müsse jedoch einiges an Mitgliederwerbung gemacht werden, um diese stolze Zahl zu halten, meint er. Besonders, wenn die Jugendlichen in die Lehre kämen und andere Interessen entwickelten, verliessen viele die Pfadi. Auch Fabian Näf selbst, mit seinen 26 Jahren mit Abstand der Älteste, denkt daran, langsam etwas kürzer-zutreten.

Nächstes Jahr will er sein Amt als Abteilungsleiter weitergeben und künftig nur noch die Biberstufe übernehmen. «Es kommt selten vor, dass jemand so lange dabeibleibt», meint er. Für Feste und andere Anlässe werde er auch in Zukunft noch Hilfe anbieten, wo diese nötig sei, und so werde er der Pfadi Gösgen wohl noch einige weitere Jahre erhalten bleiben. Und sollte die Pfadi-Zeit eines Tages ganz vorbei sein, wird sie ihn dennoch ein Leben lang begleiten.