Trimbach

Edelsteine und wertvolle Schriften: Dorfmuseum zeigt Geschichte Trimbachs

Ein Besuch im Dorfmuseum Trimbach.

Ein Besuch im Dorfmuseum Trimbach.

Der Verein Kulturgut Trimbach hat im Dezember 2018 das Dorfmuseum im Gemeindehaus eröffnet. Auf einem Rundgang begibt sich diese Zeitung auf Spurensuche in der Geschichte der Gemeinde.

Statt links zu den Schaltern der Einwohnerdienste, führt dieses Mal der Weg nach rechts: Hinein ins Trimbacher Dorfmuseum, das sich im Erdgeschoss des Gemeindehauses eingerichtet hat.

Der Verein Trimbacher Kulturgut (VTK) erhielt im September 2018 den positiven Bescheid vom Gemeinderat: Sie erhalten den bis dahin leerstehenden Raum kostenlos von der Gemeinde zu Verfügung gestellt. Die Ausstellungen finanziert der VTK über Spenden, Sponsoren und Gönner — und mit viel freiwilligem Engagement.

Brosche ist in Schaffhausen, statt in Trimbach

Urs Ramseier, der Präsident des VTK, führt durch die kleine Ausstellung. Das auffälligste Stück ist ein Modell der Froburg, ausgeliehen vom Historischen Museum Olten. Daneben prangen zwei Fotos des «berühmtesten Edelsteins der Schweiz» an der weissen Wand.

Dieses Stück ist von grosser Bedeutung für Trimbach – und Ramseier: «Die Brosche gehörte dem Graf Ludwig III., dem Herrscher der Froburger. Trimbach wurde damals zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt.» Das war im Jahr 1244. Das Original der Brosche – mit dem Onyx des Grafen – ist im Schaffhauser Museum zu Allerheiligen ausgestellt. «Leider nicht hier, wo es eigentlich hingehört», so Ramseier.

Ramseier ersteigerte historische Schrift

In einer Vitrine neben dem Froburg-Modell ist eine Jubiläumsschrift ausgestellt, die ebenfalls vom Onyx von Schaffhausen handelt. Dafür ist Ramseier bis ins deutsche Koblenz gefahren. Bei einer Museumsauflösung ersteigerte er die Schrift im Wert eines vierstelligen Betrags. «Das Dokument habe ich nun dem Verein überschrieben», sagt der 73-Jährige, der den Verein vor zwei Jahren mitgegründet hatte.

Er ist ausserdem der Autor des Bildbands «Trimbach im Wandel der Zeit». Der VTK hat das Buch im Juni 2018 herausgegeben. Innert weniger Monate waren alle Exemplare vergriffen. Ramseier: «Momentan wird gerade die zweite Auflage gedruckt.»

«Ziel ist eine feste Ausstellung»

Neben den historischen Ausstellungsobjekten bietet das Trimbacher Dorfmuseum auch Hobbykünstlern eine Plattform. Derzeit sind einige Gemälde der Trimbacherin Nadia Burger ausgestellt. «Unser Ziel ist es aber, eine feste Ausstellung aus mehreren Stücken einzurichten», so Ramseier.

Die Onyx-Ausstellung kann noch bis zum 15. März jeweils während der Öffnungszeiten des Gemeindehauses besucht werden. Ende März eröffnet das Museum die Sonderausstellung zu einem US-Bomber, der im Zweiten Weltkrieg in Trimbach abstürzte. Und Ende August konzentriert sich das Museum auf die Schützengräben und Bauten auf dem Hauenstein während der Grenzbesetzung von 1914 bis 1418.

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