Durchzogene Bilanz
Regen und Unwetter vermiesten der Badi Schönenwerd das Geschäft

In Schönenwerd schliesst am Sonntag das Freibad seine Tore. Der Badmeister blickt auf eine Saison zurück, die bereits holprig begonnen hat.

Noël Binetti
Drucken
Teilen
Kaum Badewetter: in der aktuellen Saison blieb eine lebhafte Lido-Stimmung meist aus.

Kaum Badewetter: in der aktuellen Saison blieb eine lebhafte Lido-Stimmung meist aus.

Bruno Kissling (Archiv)

Auch wenn dieser Tage ein Gang in die Badi durchaus lockt und der vergangene Sommer ein grosses Kontingent an verregneten Tagen hinterlässt: Am Sonntag geht in Schönenwerd die Badesaison zu Ende. Schwimmhilfen, Sonnencreme und Badekleider können getrost verstaut werden. Erst Mitte Mai 2022 dürfte der Öffentlichkeit wieder Einlass ins Freibad von Schönenwerd gewährt werden.

Saisonstart trug schlechte Anzeichen bereits in sich

Rückblickend gesehen war der holprige Start in die sich nun neigende und zweite Corona-Saison ein schlechtes Omen: die Einführung eines neues Kassensystem verzögerte damals eine plangemässe Eröffnung. Weil die Kasse mit Verzögerung geliefert wurde, musste auf die traditionelle Türöffnung an Auffahrt verzichtet werden. Schliesslich war es am 22. Mai soweit.

Weiter sorge die Unklarheit über die umzusetzenden Corona-Schutzmassnahmen für Verwirrung: Maskentragepflicht, Bändelisystem, Kapazitätsbeschränkungen. Peter Hodel, damals noch Gemeindepräsident von Schönenwerd, monierte, dass Schutzbestimmungen von Freibad zu Freibad unterschiedlich umgesetzt würden.

Doch weil der Sommer nicht lieferte was sein Name verspricht, rückten diese Probleme bald in den Hintergrund. Am wenigsten zu tun hatte der Badmeister mit Kapazitätsbeschränkungen. Auf Anfrage sagt Phithak Schmassmann: «Man kann sagen, das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.» Oft sei zu gewesen, hinzu kamen die heftigen Unwetter und eine Überschwemmung in der zweiten Julihälfte. Zwar blieb die Badi von grösseren Schäden verschont,

«doch so macht es einfach weniger Spass zu arbeiten»,

sagt Badmeister Schmassmann.

An den Eingängen zum Bad: Massnahmen gegen Hochwasser.

An den Eingängen zum Bad: Massnahmen gegen Hochwasser.

Bruno Kissling (Archiv)

Es droht eine finanzielle Negativbilanz

Die besten Tage sind im Juni gewesen: «Da war es längere Zeit schön und warm.» Gefragt, ob die Saison zum Verlustgeschäft wird, sagt Schmassmann: «Ja, im Vergleich zu anderen Jahren sieht es dieses Jahr schlecht aus.»

Glück im Unglück: die Wassermassen im Juli richteten kaum Schäden an im Freibad.

Glück im Unglück: die Wassermassen im Juli richteten kaum Schäden an im Freibad.

Bruno Kissling (Archiv)

Aufgrund der tiefen Gästezahl konnte bei der Einlasskontrolle und anderen Aufgaben an Personal gespart werden. Gefragt, ob er als Badmeister einen Einsatz leisten und jemand vor dem Ertrinken retten musste, sagt Schmassmann: «Nein, es gab glücklicherweise keine Badeunfälle.» Eine gute Nachricht zumindest.

Nach der Türschliessung am Sonntag werden dann Bäume und Rasen gepflegt. Danach bleibt nur noch das Warten auf einen prächtigen Sommer 2022.

Aktuelle Nachrichten