Richteramt Olten-Gösgen
Dulliker «Grüsel-Beck» wird zum dritten und letzten Mal vorgeladen

Der als «Grüsel-Beck» bekannte Geschäftsführer der Dulliker «Express-Bäckerei» wurde schon zwei Mal durch das Richteramt Olten-Gösgen vorgeladen. Der gebürtige Bosnier erschien aber nie. Jetzt erhält er die letzte Vorladung.

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Die Grossbäckerei im Dulliker Bodenacker.
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Grüselbäckerei in Dulliken
Nach einer Kontrolle mussten jeweils die Waren fortgeworfen werden (Archiv)

Die Grossbäckerei im Dulliker Bodenacker.

Bruno Kissling

Immer wieder wurden in der Dulliker Grossbäckerei Schwarzarbeiter entdeckt. Auch die Hygiene-Zustände liessen zu wünschen übrig. Mehrmals wurde die Grossbäckerei dicht gemacht.

Am 22. Januar 2014 wurde über die Bäckerei der Konkurs eröffnet. Im Dezember dann hat das kantonale Konkursamt das Verfahren gegen die «Express-Bäckerei» beendet. Die Forderungen beliefen sich auf 580'000 Franken - doch die 33 Gläubiger gingen leer aus.

Der Geschäftsführer müsste sich vor dem Richteramt Olten-Gösgen wegen mehrerer Delikte verantworten. Doch bereits zwei Mal ist er nicht zur Anhörung erschienen. Jetzt gibt das Richteramt dem Bosnier eine letzte Chance, wie das Regionaljournal Aargau Solothurn berichtet. Am 18. Februar steht der dritte Anlauf für eine Anhörung an.

Ob der ehemalige Bäckerei-Geschäftsführer auftaucht, ist fraglich. Erscheint er nicht, wird das Richteramt ein Urteil fällen, das dann im Amtsblatt publiziert wird. Der Fall kann aber erst abgeschlossen werden, wenn der Mann in die Schweiz einreist und das Urteil zur Kenntnis nehmen und akzeptieren kann.

Wenn der Angeklagte das Urteil nicht akzeptiert, kann der Fall auch neu beurteilt werden. (ldu)