Versammlung
Dulliker genehmigen Budget mit schwarzer Null

Die Gemeindeversammlung hiess alle Geschäfte diskussionslos gut.

Beat Wyttenbach
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Die erste Etappe der Lehmgrube wird 2021 saniert.

Die erste Etappe der Lehmgrube wird 2021 saniert.

Bruno Kissling

Kerntraktandum der coronakonform durchgeführten Dulliker Budgetgemeindeversammlung vom Montagabend in der Mehrzweckhalle war der Voranschlag pro 2021. Gemeindeverwalter Andreas Gervasoni und Gemeinderätin Maja Fürsinger führten durch das Budget. Dieses weist bei einem Aufwand von 35,907 Mio. Franken und einem Ertrag von 35,927 Mio. Franken einen kleinen Ertragsüberschuss von 20'522 Franken aus. Zwar erhält die Gemeinde aus dem Ressourcen- und Lastenausgleich mit 3,925 Mio. Franken 0,29 Mio. Franken weniger als im Vorjahr. Jedoch kann aufgrund des steigenden Steuersubstrats bei 11,365 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr mit rund 0,47 Mio. Franken mehr an Steuergeldern gerechnet werden.

Zur Investitionsrechnung: Vorgesehen sind Nettoinvestitionen in der Höhe von 3,844 Mio. Franken. Bei einem Finanzierungsfehlbetrag von 3,573 Mio. Franken beträgt der Selbstfinanzierungsgrad lediglich 7,04 Prozent. Die Löwenanteile betreffen netto die Bereiche Baulicher Unterhalt (an den drei Schulhäusern) mit 1,839 Mio. Franken und die Bereiche Wasser/Abwasser mit 1,691 Mio. Franken.

Die vier Spezialfinanzierungen sehen allesamt Defizite vor: Bei der Feuerwehr sind es 10'880 Franken, bei der Wasserversorgung 17'980 Franken, bei der Abwasserentsorgung 108'120 Franken und bei der Abfallbeseitigung 64'070 Franken. Die Steuerfüsse für natürliche und juristische Personen bleiben unverändert bei 119 Prozent. Die Feuerwehrersatzabgabe beläuft sich auf 15 Prozent der einfachen Staatssteuer. Auch die Hundesteuer bleibt bei 120 Franken pro Tier. Die 25 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten das Budget 2021 diskussionslos und einstimmig.

Einer der Investitionskredite von 1,65 Mio. Franken musste an der Versammlung bewilligt werden. Es betrifft die Sanierung, respektive Ersatz der Werkleitungen Wasser und Abwasser im Bereich Wilerweg-Lehmgrube (der Kanton ersetzt den Belag). Wie Gemeinderat Konrad Schenker, stellvertretender Ressortleiter Bauwesen, erläuterte, werden die Arbeiten in drei Etappen ausgeführt: Etappe 1 (Hohlgasse bis Alte Gasse) und Etappe 2 (Einfahrt Wilerwald/Oberi Büchs bis Hohlgasse) im kommenden Jahr und Etappe 3 (Hohlgasse bis Dorfstrasse) im Jahr 2022. Ebenfalls neu eingebaut wird eine Drainageleitung entlang des Wilerweges. Die Anwesenden stimmten dem Kreditbegehren diskussionslos und einstimmig zu.

Ebenfalls diskussionslos und einstimmig genehmigt wurde die Totalrevision des Reglements über den schulärztlichen Dienst. Wie Gemeinderat Martin Wyss, Ressortleiter Bildung, erläuterte, bestehe der wesentliche Regelungsbedarf darin, dass die Kosten für die Vorsorgeuntersuchungen aller Kinder und Jugendlicher bei den Eltern, respektive den Krankenversicherern liege, und nicht bei der Gemeinde. «Ebenso liegt die Ausgestaltung der Entschädigungsregelung für die Kosten der schulärztlichen Leistungen im Rahmen der Verordnung über den schulärztlichen Dienst dem Gemeinderat», erklärte Wyss. Das Ganze werde im Vertrag mit der Schulärztin, respektive dem Schularzt festgelegt. Das Reglement tritt per 1. Januar 2021 in Kraft.

Schulen werden ab heute geschlossen

Wie Martin Wyss bekannt gab, werden die Dulliker Schulen ab heute Mittwoch nach der gestern erfolgten Absprache mit dem Kanton wegen der hohen Coronafallzahlen geschlossen. Gemeindepräsident Walter Rhiner orientierte die Versammlung, dass man mit der Ortsplanungsrevision im vergangenen Jahr gestartet habe. «Es müssen derzeit viele Pendenzen abgearbeitet werden, um die Revision voranzutreiben», so Rhiner. Zudem seien kürzlich bezüglich Schulraum- und Büroraumplanung 5 von 37 Unternehmen ausgewählt worden, die mit ihren Projekten in die engere Wahl kämen.