Abstimmung
Dulliken sagt knapp Ja zu Einführung von Tempo 30 in Quartieren

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Dulliken haben am Sonntag die Vorlage für eine flächendeckende Einführung von Tempo 30 in den Quartieren angenommen.

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In Dulliker Quartierstrassen gilt künftig Tempo 30

In Dulliker Quartierstrassen gilt künftig Tempo 30

Bruno Kissling

Die Vorlage war umstritten, das Ergebnis entsprechend knapp: Mit 50,6 Prozent wurde in Dulliken die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in Wohnquartieren angenommen. Sehr zur Freude von Markus Stauffiger, Präsident des Pro-Komitees. Nicht nur das Endergebnis, sondern auch die hohe Stimmbeteiligung von über 53 Prozent freuen ihn. «Das ist ein grosser Erfolg für das Komitee», sagt er. Am Ende habe sich eine Mehrheit der Stimmbürger für mehr Verkehrssicherheit und eine verbesserte Wohnqualität in den Quartieren entschieden.

Man erwarte nun eine getreue Umsetzung der Vorlage. Persönlich möchte Markus Stauffiger die Tempo-30-Zone in Dulliken bis im Juni 2019 umgesetzt sehen. Er ist sich sicher, dass die Menschen sich schnell daran gewöhnen werden. Diese Beobachtung habe er bereits in anderen Gemeinden gemacht, etwa in der Region Aarau. «Ich kenne jedenfalls keine Gemeinde, wo die Einführung von Tempo 30 im Nachhinein bereut wurde.»

Schilder aufstellen reicht nicht

Der Dulliker Gemeinderat und Leiter des Bauressorts, Patrik Strahm (SVP), ist noch immer der Meinung, dass eine flächendeckende Einführung von Tempo 30 zu weit führt. Dennoch ist er froh, dass in der Sache endlich ein Entscheid gefällt wurde, auch wenn ihm ein deutlicheres Resultat lieber gewesen wäre. «Wichtig ist aber», so Strahm, «dass die Bevölkerung entscheidet und nicht die Politiker am Pult.» Die Gegnerseite hatte im Vorfeld unter anderem mit den Kosten für bauliche Massnahmen argumentiert, die eine Umsetzung mit sich bringt.

«Einfach ein Tempo-30-Schild aufstellen, gibt keine Sicherheit», so Strahm. Der Ressortleiter geht davon aus, dass die veranschlagten 280 000 Franken am Ende nicht reichen werden. Die Tempo-30-Zone in Dulliken umfasst sämtliche Wohngebiete südlich der Niederämterstrasse und nördlich zwischen Mettlenstrasse und Wolfacker sowie das Gebiet zwischen Obergösgen und der Niederämterstrasse ohne die Walkenstrasse.

Dass Dullikens Entscheid eine Signalwirkung auf andere Niederämter Gemeinden haben könnte, halten sowohl Stauffiger wie Strahm für möglich. In Lostorf werden immer wieder Rufe nach einer Tempo-30-Zone laut. Und in Starrkirch-Wil wird die Gemeindeversammlung bald über eine ähnliche Vorlage entscheiden.

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