Die Mehrheit der mit dem Prix Wartenfels geehrten Personen sind Kunstschaffende. Auch im zwanzigsten Jahr der Verleihung ist das so: Drei der vier geehrten sind künstlerisch tätig. Konkret sind dies der Oltner Dirigent, Musiker und Musikforscher Tobias von Arb; die Oltner Galeristin und Kunsthändlerin Brigitte Itel, die seit rund 30 Jahren die «Martins Galerie» an der Ringstrasse führt und der Slam-Poet Kilian Ziegler, der in Trimbach aufgewachsen ist.

Die Netree AG in Däniken sticht als vierte Geehrte hervor. Das ICT-Unternehmen wurde von begeisterten Volleyball-Spielern gegründet und unterstützt seit Jahren den Volleyclub Schönenwerd, zuletzt beim Bau der dieses Jahr eingeweihten Betoncoupe Arena. Vertreten wurde die Netree AG durch den CEO Roland Häfliger, der selbst aktiv im Volleyball-Verein dabei war.

Als Ehrengabe erhielten die Geehrten das Kunstobjekt «Blick in die Welt». Dies ist der gleichnamigen Skulptur von Paul Gugelmann nachempfunden, die in Originalgrösse auf Schloss Wartenfels steht. Geehrt werden damit Personen, die den Horizont der Region auf verschiedene Art und Weise erweitern. Die Auswahl trifft der Stiftungsrat von Schloss Wartenfels, präsidiert von Peter André Bloch.

Bloch verwies in seiner Ansprache auf das Schloss Wartenfels als ein Ort der Freundschaft und der Freude. In seinem Rückblick erwähnte er die Sanierungen, die im und ums Schloss vorgenommen wurden, sowie die Eröffnung der Sommersaison am diesjährigen internationalen Museumstag. Ausserdem wies er auf die kommenden Anlässe im Schloss hin.

Motivation, weiterzumachen

Nach der Preisverleihung bekam das Publikum einen Einblick in Kilian Zieglers Wortkunst. Bereits seine Rede begann mit einem Spässchen. Er begrüsste in für Dankesreden üblicher Manier manche Anwesende speziell, darunter auch den Bundesrat, «der sich weder entschuldigt noch angemeldet hat».

Ziegler sprach bestimmt auch für andere aktuelle und vergangene Preisträger, als er den Prix Wartenfels als eine grosse Wertschätzung bezeichnete und als Motivation, die eigene Tätigkeit weiterzuführen. Mit einer humorvollen Analogie schloss er seine Dankesrede: Auf den Preis Pro Wartenfels zu verzichten sei wie ein Kind, das draussen übernachtet – es liegt nicht drin.

Zum Schluss dankte Regierungsrätin Susanne Schaffner den Preisträgern sowie dem Stiftungspräsidenten Bloch. Dieser habe sich mit Weitsicht für Region und Schloss eingesetzt und sei dabei bescheiden geblieben. Schaffner bezeichnete die Region Olten, Gösgen und Gäu als ein guter Nährboden für Personen, die über die Region hinweg ausstrahlen, was sich an den zahlreichen Preisträgern der letzten Jahre zeige.

Wegen dem schlechten Wetter fand die Veranstaltung nicht im Schlossgarten, sondern in der Halle statt. Davon liessen sich jedoch zahlreiche Besucher nicht abschrecken. Umrahmt wurde die Preisverleihung von den Alphornklängen von Erich Leimgruber aus Lostorf.