Wegen der grossen Nachfrage der Dorfjugendlichen nach selbstverwalteten Aufenthaltsmöglichkeiten beschloss die Offene Jugendarbeit Lostorf/Obergösgen (Ojalo), einen weiteren Container zur Verfügung zu stellen. Die Bauausschreibung hierfür läuft seit vergangener Woche.

Wie Stefanie Wyss, Jugendarbeiterin bei der Ojalo, erklärt, habe sich kürzlich die Möglichkeit ergeben, günstig einen ausgedienten Baucontainer zu erwerben. Dieser steht seit dem Kauf in Lostorf in der Nähe der reformierten Kirche. Dort kann er aber mangels Zonenkonformität nicht bleiben. Deshalb habe man nach einer Alternative gesucht und sei beim gemeindeeigenen Grundstück am Schulweg 1 fündig geworden. Der Container soll dort im Garten der ehemaligen Schreinerei Annaheim aufgestellt werden. Erste Umbauarbeiten wurden von den Jugendlichen bereits vorgenommen, der weitere Ausbau soll aber erst am definitiven Standplatz erfolgen, so Wyss.

Damit geht das Projekt der Jugendarbeit in die dritte Runde. Auf dem Lostorfer Gemeindegebiet existieren bereits zwei Baucontainer: Der eine steht auf einem Firmengelände, der andere in der Nähe des Werkhofs. Letzterer wurde im April dieses Jahres offiziell eingeweiht.

Die Initiative für das Projekt stammt von den Jugendlichen selbst. Seit Längerem bestand der Wunsch, Räumlichkeiten zur Verfügung zu haben, die unabhängig von den offiziellen Öffnungszeiten des Jugendtreffs für Freizeitaktivitäten genutzt werden können. Bald kam die Idee auf, hierfür Baucontainer zu verwenden.

Eingabe an Projektwettbewerb

Bei der Umsetzung des Projekts erhalten die Jugendlichen Unterstützung von der Ojalo. Gemeinsam werden alle Schritte in Angriff genommen: vom Einreichen des Baugesuchs über den Umbau des Containers bis hin zum Betrieb desselben. Jeder Baucontainer kann von einer Gruppe Jugendlicher für die Dauer eines Jahres gemietet werden. Hierfür müssen diese und ihre Eltern eine Nutzungsvereinbarung unterschreiben. Zudem müssen sie mit sporadischen, auch unangekündigten Besuchen der Jugendarbeitenden rechnen.

Finanziert wird das Projekt unter anderem über Spendengelder und Förderbeiträge des Kantons. Zudem wurde das Projekt am Jugendprojektwettbewerb Solothurn eingereicht.
Wie Wyss erklärt, soll mit dem dritten Container Schluss sein: «Ein weiterer Ausbau des Projekts ist nicht geplant.» Von Beginn an seien maximal drei Container vorgesehen gewesen, und diese Zahl habe man nun erreicht.