Direktverkauf ab Hof

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Lebensmittel In der Schweiz gibt es für Landwirte – basierend auf unterschiedlichen Modellen – viele Plattformen für die Direktvermarktung: im eigenen Hofladen, am Wochenmarkt oder Heimliefer-Abos, saisonal gefüllt. «Buur on Tour zweigt dabei keine Marge für sich ab, sondern gibt den Produzenten den Preis direkt weiter», sagt Andre Ziegler, dessen Gründer. Damit unterscheide sich «Buur on Tour» von ähnlichen Abos. Ziegler erklärt: «2014 ergab sich das Projekt eher zufällig. Die Post suchte Produzenten für ein Pilotprojekt.» Ziel war es, die angeschlagene Briefzustellungssparte stärker auszulasten. «Wir begannen mit einer simplen Exel-Tabelle. Einst in Kinderschuhen gestartet, stecken wir heute in den Rennschuhen.» Auf Anfrage sagt Sandra Helfenstein vom schweizerischen Bauernverband: «Wir begrüssen Engagements zur Erhöhung des Absatzes über die Direktvermarktung. Es ist eine gute Möglichkeit, die Wertschöpfung auf dem Betrieb zu erhöhen.» In der Schweiz würde noch mehr Potential für solche Heimliefer-Abos bestehen. Der Bauernverband unterstütze Bauernfamilien mit der Direktvermarktungsplattform «Vom Hof». Registrierte Produzenten können dort vermerken, wenn sie an einem Projekt wie «Buur on Tour» beteiligt sind.» Unter der Rubrik «Hofsuche» lassen sich Produzenten nach Regionen finden. Diese kann man nach Vorlieben filtern. 92 Prozent der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe sind den kantonalen Bauernverbänden angeschlossen.