Seit Bestehen der Elektra Obergösgen AG wurde der Modernisierung des Stromnetzes in Obergösgen grosse Beachtung geschenkt. «Das Resultat kann sich sehen lassen», melden die Verantwortlichen nun. «Als erste Gemeinde in der Region darf Obergösgen auf ein modernes und versorgungssicheres Starkstromnetz stolz sein.»

Der Verwaltungsrat der Elektra Obergösgen AG lud die Behördenmitglieder aus Obergösgen zur Würdigung eines weiteren Meilensteins ein. Anlass dieser Festlichkeit war der vollständige Ersatz sämtlicher Quecksilberdampflampen im Strassenraum von Obergösgen. Viele Behördenmitglieder nahmen die Einladung wahr. Nach der Begrüssung von Verwaltungsratspräsident Christoph Kunz führten Manfred Strub und Klaus Lose von der a.en durch das weitere Programm zum Thema «Licht».

Gemäss der neuen Energieverordnung, die per 1. April 2014 in Kraft getreten ist, dürfen in der Schweiz ab dem 1. April 2015 keine neuen Quecksilberdampflampen mehr beschafft werden. Das wird dazu führen, dass es, sobald die Restbestände ausverkauft sind, also voraussichtlich im Jahr 2017/2018, keine Ersatzlampen mehr geben wird.

Die Gemeinde Obergösgen hat bereits jetzt die letzten 45 Quecksilberdampflampen durch LED-Lampen ersetzt. Dadurch kann laut Elektra der Stromverbrauch gegenüber den Quecksilberdampfleuchten in Quartierstrassen um durchschnittlich 50 Prozent reduziert werden. Ausserdem sei es möglich, in der Steuereinheit eine automatische Nachtabsenkung zu programmieren. Durch die Reduktion der Beleuchtungsstärke auf 60 Prozent zwischen 23 und 5 Uhr könne somit der Stromverbrauch während dieser Stunden um weitere 40 Prozent eingespart werden.

Weiter führte Manfred Strub die Anwesenden in die Faszination des intelligenten Leuchtsystems ein. Mit Bewegungsmeldern, radargesteuerter Beleuchtung und so weiter könne die Leuchtdauer optimiert werden und zu einer weiteren Senkung des Energieverbrauchs führen. Diese Produkte stünden jedoch noch in der Entwicklungsphase und seien kostspielig. (bmo)