Schönenwerd
Die Schulsozialarbeit startet mit dem neuen Schuljahr

Der Gemeinderat von Schönenwerd überträgt die Schulsozialarbeit der Perspektive Region Solothurn-Grenchen.

Christian von Arx
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Wird saniert: Aufgang zum Bühl auf der Rückseite des Gemeindehauses Krone.

Wird saniert: Aufgang zum Bühl auf der Rückseite des Gemeindehauses Krone.

cva

Der Schönenwerder Gemeinderat hat einer Leistungsvereinbarung mit der Perspektive Region Solothurn-Grenchen für die Führung eines Schulsozialarbeitsdienstes zugestimmt. Die dreijährige Projektzeit beginnt am 1. August. Am Auftrag beteiligen sich die Sekundarschule Unteres Niederamt (SUN) sowie die Einwohnergemeinden Schönenwerd und Däniken für deren Primarschulen. Vom Zusammenspannen erwarten die drei Partner finanzielle Vorteile und Synergien, weil die Primarschüler beider Gemeinden später die SUN besuchen.

«Gmeind» im Casino am 12. Juni

Am Montag, 12. Juni, findet im Casinosaal Schönenwerd die nächste Gemeindeversammlung statt. Nebst der Verwaltungsrechnung 2016 werden dem Souverän ein Investitionskredit für den Neubau des Zonenpumpwerks Obere Zone und ergänzende Arbeiten, die Teilrevision der Gemeindeordnung, der öffentlich-rechtliche Vertrag über die Bildung eines Friedensrichterkreises zwischen den Einwohnergemeinden Schönenwerd, Gretzenbach und Eppenberg-Wöschnau, die Wahl der Revisionsstelle für die Amtsperiode 2017/2021 sowie das Gesuch der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde um Übernahme des Wahlbüros durch die Einwohnergemeinde ab der Amtsperiode 2017/2021 zum Entscheid vorgelegt. (mgt)

Das Pensum der Schulsozialarbeit für diese drei Schulträger zusammen wird auf 95 Prozent festgelegt: 50 Prozent für die Sekundarschule, 30 Prozent für die Primarschule Schönenwerd, 15 Prozent für die Primarschule Däniken. Die jährlichen Kosten für diesen Auftrag betragen 138'510 Franken. Der Leistungsvereinbarung müssen alle drei Schulträger zustimmen. Für die SUN erfordert dies auch die Zustimmung der Gemeinden Eppenberg-Wöschnau, Gretzenbach und Niedergösgen.

Ort der Büros noch prüfen

Den Grundsatzentscheid für die Einführung eines Schulsozialdienstes auf das Schuljahr 2017/18 hatten die Gemeinderäte von Schönenwerd und Däniken und der Vorstand der SUN schon im Sommer 2016 gefällt. Der Gemeinderat Schönenwerd liess sich nun vom Schulleiter der Primarschule, Heinrich Peterhans, über Einzelheiten orientieren, wie die neue Schulsozialarbeit funktionieren soll. In der Primarschule liegt für ihn der Schwerpunkt auf der Prävention. Peterhans hielt fest, dass für Gefährdungsmeldungen – welche etwa Platzierungen mit hohen Kosten zur Folge haben können – die Schulleitungen zuständig sind und nicht die Schulsozialarbeit.

Im Rat wurde über die Frage diskutiert, wo die Schulsozialarbeit räumlich angesiedelt werden soll. Unbestritten war das Ziel eines niederschwelligen Zugangs für Schülerinnen und Schüler, doch waren sich nicht alle einig, ob dieses Ziel mit einem Büro innerhalb oder ausserhalb eines Schulhauses besser erreicht wird. Der Rat möchte dazu noch die Meinung der Perspektive anhören.

Frühe Sprachförderung bleibt

Dem Gemeinderat wurde der Evaluationsbericht der frühen Sprachförderung, Schwerpunkt Deutsch, für Kinder im Vorschulalter (2,5 bis 5 Jahre) in der Spielgruppe Bodesurri vorgelegt. Erfreut nahm der Gemeinderat die positive Bilanz des Berichts zur Kenntnis und beschoss, das Projekt weiter zu unterstützen. Er bewilligte zum dritten Mal einen Jahresbeitrag von 5000 Franken. Das Projekt wird zusätzlich von der Schönenwerder Läuppi-Stiftung mit 10'000 Franken unterstützt.

Die frühe Sprachförderung findet bei vielen Eltern grossen Anklang. Gestartet wurde mit neun Kindern. Sechs Kinder haben Migrationshintergrund und wenig bis keine Deutschkenntnisse. Schon bald kamen jedoch noch neue Flüchtlingskinder dazu und die Gruppe erweiterte sich auf elf Kinder, neun davon mit Migrationshintergrund. Die Kinder, welche die Sprachfördergruppe besuchen, haben auch in diesem Jahr viel profitiert und grosse Fortschritte gemacht.

Einige Kinder, die die Sprachförderung in der Spielgruppe besucht haben, kommen nach den Sommerferien in den Kindergarten. Gemeinderätin Charlotte Shah wird dann einen Besuch im Kindergarten machen, um festzustellen, ob die Kindergärtnerinnen die angestrebte positive Wirkung bestätigen können. Der Gemeinderat nahm in Aussicht, die Unterstützung zukünftig für mehrere Jahre zuzusichern.

Bühltreppe wird saniert

Die Zugangstreppe zum Bühl auf der Nordseite des Gemeindehauses Krone ist in einem schlechten Zustand. Es handelt sich um diejenige Treppe, die in mehreren Abschnitten von der Aarauer- und Oltnerstrasse her auf den Bühl führt. Das Geländer wurde bereits 2016 durch eine provisorische Bauabschrankung gesichert. Ein Betrag von 38 000 Franken für die Sanierung der Treppe ist im Budget 2017 enthalten. Der Gemeinderat hat die Aufträge für die Natursteinarbeiten sowie für einen Handlauf mit feuerverzinkter Oberfläche vergeben.

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