383 Stimmberechtigte, viele Behördenvertreter und zahlreiche Gäste fanden sich zur 114. Generalversammlung der Raiffeisenbank Däniken-Gretzenbach Genossenschaft in der Erlimatthalle in Däniken ein. Verwaltungsratspräsident Stefan Scherer begrüsste die Gäste in der nahezu vollbesetzten Halle. Das rege Interesse am Geschäftsgang 2016 zeigt, wie stark die Raiffeisenbank Däniken-Gretzenbach Genossenschaft in der Region verwurzelt ist.

Stefan Scherer berichtete über die Wirtschaftslage in der Berichtsperiode und kam zum Schluss, dass sich das Wirtschaftswachstum trotz der eher düsteren Prognosen, die noch Ende 2015 prophezeit wurden, leicht erholt habe.

In seinen etwas detaillierteren Erläuterungen informierte er über eine eher verhaltene Entwicklung in der ersten Jahreshälfte 2016. Unter dem starken Franken litten sowohl der Export wie auch das Dienstleistungsgewerbe. Steigende Arbeitslosenzahlen, ein hohes Preisniveau und Einkaufstourismus bremsten zudem die Konsumausgaben in der Schweiz.

Ausblick etwas heller

«Der Ausblick», so Scherer, «hat sich etwas aufgehellt». Die Leitzinserhöhungen der US-Notenbank lassen eine Erholung der Märkte erwarten. Unsicherheiten gebe es jedoch mehrere. So zum Beispiel die Trump-Wirtschaftspolitik, den Brexit und die bevorstehenden Wahlen in Frankreich.

Im Geschäftskreis der Raiffeisenbank Däniken-Gretzenbach Genossenschaft ist nach intensiven Bautätigkeiten in den Bereichen Einfamilienhäuser, Wohnungen und Industriebetriebe eine Abschwächung der Nachfrage zu spüren. Gründe hierfür seien unter anderem strengere regulatorische Vorschriften sowie die verlangsamte Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften.

Solides Ergebnis

Trotz weiter sinkender Margen ist es der Raiffeisenbank Däniken-Gretzenbach Genossenschaft gelungen, den Geschäftsertrag um 3,5 Prozent zu steigern (Zahlen siehe Tabelle).
«Auf der Höhe der Zeit fehlt manchem der Blick für die Tiefe.» Mit diesem Zitat von Thom Renzie begann Beat Leuenberger, Vorsitzender der Bankleitung, seine Erklärungen zum Geschäftsjahr 2016.

Dabei spielte er auf verschiedene Ereignisse der jüngeren Vergangenheit an. Die Träger des Zitats – Raum und Zeit – begleiteten ihn durch seine Ansprache und sind für die Raiffeisenbank zentrale Überzeugungen bei der Begegnung mit ihren Kundinnen und Kunden.

Der Raiffeisenbank Däniken-Gretzenbach ist als Genossenschaft ein beständiges Optimieren wichtiger als ein alljährliches Maximieren. Aufgrund interner Umstrukturierungen und der Ausweitung der Beratung ist der Personalaufwand angestiegen, jedoch konnten durch diese Investition höhere Depotwerte und ein höherer Erfolg aus Kommissionen und Dienstleistungen erzielt werden.

Die Nachfrage nach Finanzierungen hat im Vergleich zum Vorjahr etwas an Dynamik eingebüsst. Die Hypothekarforderungen verzeichneten einen Anstieg um 5,1 Mio. Franken. Ein erfreuliches Wachstum konnte bei den Kundengeldern erreicht werden. Die auf 33,6 Mio. Franken angestiegenen Depotwerte trugen zu einem höheren Ertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft bei.

Der leicht tiefere Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft konnte durch den Anstieg im Handelserfolg (+20,9 Prozent) nahezu kompensiert werden. Die Jahresrechnung wurde von der Generalversammlung einstimmig genehmigt.

Nach der ordentlichen Generalversammlung widmete sich die versammelte Schar dem geselligen Teil. Das von der Schneider Metzgerei GmbH bereitgestellte Buffet bot traditionell für jeden Geschmack etwas Köstliches. Tessiner Spezialitäten durften natürlich nicht fehlen, schliesslich ist das Tessin in diesem Jahr für Mitglieder vergünstigt zu bereisen.

Unterhalten wurde das Publikum durch die Einrad-Akrobatik des Duo Scacciapensieri. Am weiteren Abend lockten die Raiffeisen-Bar und die Möglichkeit, die Mitarbeitenden der Raiffeisenbank Däniken-Gretzenbach Genossenschaft zu einem «Töggeli-Match» herauszufordern. (mgt)