Stüsslingen
Die Ortsplanrevision ist in vollem Gang

Am 13. Januar traf sich der gesamte Gemeinderat Stüsslingen zusammen mit dem Finanzverwalter zu einer Klausur, um die Stossrichtung der Legislatur und daraus die kurz- und langfristigen Ziele mit entsprechenden Massnahmen zu diskutieren und festzulegen.

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Bruno Kissling

Ein Grossprojekt, das die Gemeinde im kommenden Jahr und auch länger beschäftigen wird, ist die Ortsplanrevision. Die aktuell rechtsgültige Ortsplanung der Gemeinde Stüsslingen ist seit rund 17 Jahren rechtskräftig. Nach dem kantonalen Planungs- und Baugesetz müssen die Gemeinden ihre Ortsplanung in der Regel alle 10 Jahre überprüfen und bei Bedarf anpassen.

Die Gemeinden werden aufgefordert, sich mit der Innenentwicklung und Verdichtung ihres Siedlungsgebiets und den Fragen der Qualität auseinanderzusetzen. Die Bauzonen müssen bedarfsgerecht festgelegt werden und im Umgang mit nicht verfügbarem Bauland müssen sich die Gemeinden Strategien zur Mobilisierung und Verflüssigung der unbebauten Bauzone überlegen.

Diesbezüglich hat die gegründete Planungskommission in Stüsslingen eine Umfrage bei den Grundstückeigentümern lanciert, um mehr über deren Bauabsichten in Erfahrung zu bringen und mögliche Zonen definieren zu können. Zudem wurden auch die landwirtschaftlichen Betriebe angefragt, sich über die Entwicklung ihrer Betriebe sowie ihre Zukunftsplanung Gedanken zu machen.

Stüsslingen zeichnet sich durch zahlreiche wertvolle Lebensräume aus. Diese gilt es zu erhalten und in ihrer Funktion zu pflegen und zu fördern. Um dem gerecht zu werden, wird im Zuge der Ortsplanrevision auch das bestehende Naturinventar von 1995 überarbeitet und aktualisiert.

Sparsam mit Finanzen

Dem Gemeinderat ist es wichtig, mit den finanziellen Mitteln sparsam umzugehen. Sparmöglichkeiten müssen laufend geprüft werden, Investitionen sind sinnvoll und massvoll zu planen und zu realisieren. Dabei soll jedoch keinesfalls die Infrastruktur vernachlässigt werden.

So werden in den kommenden Jahren weitere Investitionen für die energetische Sanierung des Schulhauses (Baujahr 1986), die Erneuerung der Heizung der Schulanlagen und des Gemeindehauses, der Bau des neuen Wasserreservoirs und der entsprechenden Reservoirleitung getätigt.

Neue Schulleitung

In der Primarschule wird die Einführung des Lehrplans 21 zusammen mit der Einführung des Fachs Informatik- und Kommunikationstechnologie (ICT) eine Herausforderung sein. Mit dem neuen Lehrplan werden die Ziele der Volksschule vereinheitlicht. Der gemeinsame Lehrplan erleichtert die Mobilität der Schülerinnen und Schüler und der Lehrpersonen und bildet eine einheitliche Grundlage. Es ist vorgesehen, dass der neue Lehrplan auf das Schuljahr 2018/2019 an der Primarschule Stüsslingen-Rohr eingeführt wird.

Eine weitere Herausforderung ist aktuell der Weggang der Schulleiterin, Frau Sabine Ritter. Frau Ritter, welche die Primarschule die letzten Jahre entscheidend mitgeprägt hat, will sich zukünftig mehr ihrer gewachsenen Familie mit 3 Kindern widmen.

Die Einführung des neu gewählten Nachfolgers, Marius Meier, ist ein Glücksfall für die Schule Stüsslingen-Rohr. Mit ihm will sich ein Lehrer aus dem engagierten Lehrerteam der Herausforderung als Schulleiter der Schule Stüsslingen-Rohr stellen.

Gemeindefusion mit Rohr

Eine Fusion zwischen Rohr und Stüsslingen kann zukünftig ein Szenario sein und wird in einer kooperativen Zusammenarbeit der beiden Gemeinden und dem Kanton fundiert geprüft. In einem ersten Schritt sollen alle Faktoren der Fusion überprüft und dann im Dialog mit der Bevölkerung diskutiert werden. Bis zum Ende der Legislatur soll der Entscheid zu einer Fusion gefällt und bei positivem Entscheid auch umgesetzt sein. (pva)

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