Oberhalb des Restaurants «Fähre» in Obergösgen besuchte Oltech-Einsatzleiter Walter Kiener kürzlich seine Einsatztruppe, die im Auftrag der Arbeitsgruppe «Öisi Aare – Solothurner Niederamt» im Rahmen der Gemeindepräsidentenkonferenz Niederamt (GPN) ihren diesjährigen Kampf gegen das Littering entlang der Aare zwischen Aarau und Olten in Angriff genommen hatte. Viel hat die Einsatzgruppe rund um Reto Geiser nicht zusammenklauben müssen; rund 20 Liter Müll hat die Gruppe mit ihren Abfallzangen in ihren mitgeführten 60-Liter-Säcken deponiert.

Das sieht manchmal ganz anders aus, wie Geiser erzählt: An den «Hotspots», die sich südlich der alten Aare befinden (der Bereich «Entennest» in Schönenwerd und der Abschnitt «Wässerig-Grund» in Obergösgen-Dulliken) liessen sich pro Einsatz schon rund 60 Liter an Hinterlassenschaften sammeln. Pro Einsatz – letztes Jahr waren es deren fünf – waren jeweils etwa 100 bis 200 Liter zusammengekommen.

Auch mancherlei Erstaunliches

Jedes Mal nehmen sich die Oltech-Mitarbeitenden die ganzen zugeteilten Abschnitte vor, von Erlinsbach SO bis Winznau, sowohl die Nord- wie auch die Südseite. Im Einsatz steht das Team etwa einmal alle 14 Tage. Begonnen hatte die Zusammenarbeit im vergangenen August. Damals sei es besonders schlimm gewesen: Zerschlagene Bierflaschen, PET-Flaschen, in den Boden getretene Zigaretten-Stummel, Büchsen oder Deckel von Flaschen hatten sich zuhauf gefunden.

Im grossen Ganzen jedoch, so Geiser, würden sich die Besucherinnen und Besucher des Aareraums aber an das Littering-Konzept halten; die bereitgestellten Abfalleimer würden rege genutzt. Die eingesammelten Kleinmengen würden in der Regel ebenfalls in diesen Kübeln deponiert, die dann von den Werkhofmitarbeitern geleert werden. Bei grösseren Mengen werde mit den örtlichen Werkhöfen direkt Kontakt aufgenommen, und der Abfall werde dort angeliefert, wo er auch zwecks Recycling getrennt werde.

Etwas tun für die Umwelt

Auch wenn die aus vier bis sechs Personen bestehenden Teams oft unappetitlichen Dingen wie menschlichen Hinterlassenschaften begegnen – Freude an ihrer Tätigkeit haben sie trotzdem. «Sie sind nicht dem Maschinenlärm ausgesetzt, es ist ruhig; man kommt an schönen Orten vorbei; die Leute können sich dabei bewegen, ohne sich überanstrengen zu müssen. Sie freuen sich, wenn sie etwas für die Umwelt und die Allgemeinheit tun können».

Das Wichtigste aber sei: «Die Leute, denen wir begegnen, schätzen unsere Tätigkeit ausserordentlich; es gibt nur Lob», resümiert Geiser die Arbeit und den Einsatz der Oltech-Mitarbeitenden. Dass es auch weiterhin viel für sie zu tun gibt, liegt auf der Hand, denn die Saison ist ja noch jung und dauert dieses Jahr bis in den Oktober hinein. Übrigens: Seit Kurzem ist die Crew mit den speziell gekennzeichneten «Öisi Aare»-Westen bei der Arbeit zu sehen und deshalb gut erkennbar.