Budgetgemeindeversammlung

Die Niedergösger geben durchgehend grünes Licht

Die Beleuchtung auf dem Hauptfeld A im Inseli in Niedergösgen soll ersetzt werden.

Die Beleuchtung auf dem Hauptfeld A im Inseli in Niedergösgen soll ersetzt werden.

Beleuchtung, Erdbebensicherheit und Strassensanierungen passierten die Abstimmungshürden an der Gemeindeversammlung von Niedergösgen klar.

137 Niedergösger Stimmberechtigte waren am Dienstagabend in der Aula des Schulhauses 1970 anwesend und konnten von Gemeindepräsident Roberto Aletti begrüsst werden. Im Zentrum des Interesses standen neben dem Budget 2020 zwei Investitionskredite: Zum einen betraf dies 250'000 Franken für den Ersatz der Beleuchtung des Hauptfeldes A auf dem Fussballplatz Inseli. Die Anlage ist, laut Matthias Moser, Präsident der Mehrzweckhallen- und Sportkommission, mittlerweile in die Jahre gekommen, und die Masten mussten schon mehrmals mit Korrosionsschutz behandelt werden.

Die Beleuchtung selber genüge inzwischen auch den heutigen Anforderungen des Schweizerischen Fussballverbands nicht mehr. Eine Sanierung sei aufgrund der maroden Masten nicht mehr möglich. Vorgestellt wurde deshalb ein Projekt für eine neue Sechs-Mast-Anlage mit LED-Beleuchtung. Davon verspricht man sich eine massive Kosteneinsparung bei den Stromkosten und durch die neue Ausrichtung der Kandelaber werde die Lichtverschmutzung eingegrenzt. Der Souverän genehmigte das Kreditbegehren mit 117 zu 11 Stimmen. Der Sportfonds bezahlt 20 Prozent an die neue Anlage, und seitens des FC sei auch mit Eigenleistungen von einigen 1000 Franken zu rechnen, war zu vernehmen.

Methodistenkappele wird umgenutzt

Zum anderen wurden 300'000 Franken für den Umbau der ehemaligen Methodistenkapelle an der Hauptstrasse 36 in ein Musikschulhaus beantragt. Unter anderem sind laut Vizegemeindepräsident Andreas Meier folgende baulichen Massnahmen vorgesehen: statische Verbesserungen von tragenden Deckenteilen, Erfüllung der Erdbebensicherheit durch Einbau von Schichtplatten, Montage einer Akustikdecke, Schaffung eines behindertengerechten Eingangsbereichs mit Einbau einer Automatiktüre und einer klappbaren Rampe für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer, Einbau einer rollstuhlgängigen Toilette im Erdgeschoss sowie der Abbruch von Küche und Bad im Obergeschoss und – damit verbunden – die Schaffung von zwei zusätzlichen Räumen.

Es wurden allerdings Befürchtungen laut, dass dies nicht alles an Investitionskosten gewesen sein könnte. «Meiner Meinung nach hat man die Folgekosten zu wenig genau abgeklärt», meinte etwa alt Gemeinderätin Ida Kupferschmid. Die Diskussionen gipfelten schliesslich darin, ob man das Gebäude sichern oder ganz schliessen solle. Die Anwesenden waren für Ersteres und sagen mit 97 zu 16 Stimmen Ja zum Kreditbegehren.

Der Niedergösger Voranschlag schliesst bei einem Aufwand von 16,897 Millionen Franken und einem Ertrag von 16,243 Millionen Franken mit einem Defizit von 653'574 Franken, was gegenüber dem Budget 2019 einer Verbesserung um 114'393 Franken entspricht. Laut Finanzverwalter Beat Fuchs weist die Gemeinde im Vergleich zur Steuerkraft einen relativ tiefen Steuerfuss auf, «und die Sparmassnahmen sind ausgereizt». Dennoch wird am Steuerfuss festgehalten; auf der Einnahmenseite wurde aber vorsichtig budgetiert. Auffallend ist auch der Anstieg bei den Personalkosten um fast 80'000 Franken gegenüber dem Vorjahr (höhere Lehrerlöhne und Personalwechsel beim Lehrkörper). Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von 2,832 Millionen Franken aus, die nur gerade zu 3,6 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden können.

Zu den Spezialfinanzierungen: Während die Wasserversorgung (191'731 Franken) und die Abwasserentsorgung (143'923 Franken) positiv veranschlagt werden, weisen die Feuerwehr (52'648 Franken) und die Abfallbeseitigung (40'850 Franken) Defizite auf. Beim Abwasser und beim Abfall sind allerdings die Eigenkapitalanteile sehr hoch, währenddem bei der Wasserversorgung immer noch ein Bilanzfehlbetrag abgebaut werden muss. Der Souverän hiess das Budget 2020 fast einstimmig gut und sagte damit auch Ja zu den unveränderten Steuersätzen (105 Prozent für natürliche und 125 Prozent für juristische Personen, 120 Franken Hundesteuer pro Tier sowie zwölf Prozent Feuerwehrsteuer, im Minimum 20 und im Maximum 400 Franken). Auch die Abfall- und Grüngutgebühren bleiben unverändert.

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