Walterswil
Die Lischmattstrasse soll saniert werden — der Kreditantrag für die Strassenreparatur wird jedoch abgelehnt

Die Gemeindeversammlung Walterswil segnete das Budget 2021 ab, lehnte aber die Strassenreparatur ab.

Urs Amacher
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An der Gemeindeversammlung wurde der Kreditantrag für die Sanierung der Lischmattstrasse abgelehnt. (Archivbild)

An der Gemeindeversammlung wurde der Kreditantrag für die Sanierung der Lischmattstrasse abgelehnt. (Archivbild)

Bruno Kissling

An der Gemeindeversammlung der Einwohnergemeinde Walterswil von Donnerstag standen neben dem Voranschlag 2021 drei Reglementsänderungen und vier Kredite auf dem Programm. Alle Geschäfte wurden von den 33 in der Mehrzweckhalle anwesenden Stimmberechtigten akzeptiert – bis auf eines, die Lischmattstrasse. Gemeinderat Marcel Fischer, der Leiter des Ressorts Hoch- und Tiefbau, stellte das Projekt vor.

Die Lischmattstrasse im Dorfteil Rothacker ist im hinteren Teil in einem schlechten Zustand. Das Strassenstück von der Münchisbergstrasse bis zum Grenzsteinweg soll deshalb auf einer Länge von 286 Meter saniert werden. Da die Kofferung in einem guten Zustand ist, soll nur der Belag neu aufgetragen werden. Gleichzeitig ist vorgesehen, mit vier Kandelabern die Strasse zu beleuchten. Für die Strassensanierung sind 94'000 Franken und für die Beleuchtung 17'000 Franken eingesetzt, weshalb zusammen mit Unvorherzusehendem und Steuern mit Kosten von 120'000 Franken zu rechnen ist.

Allerdings meldeten sich nun kritische Stimmen zu Wort. Beim seinerzeitigen Verlegen der Gasleitung wurde auf der rechten Strassenseite eine andere Kieskofferung eingebaut, weshalb die Unterlage für die Asphaltierung ungleich und anfällig für Witterungsschäden sei, warnte ein Ortskundiger. Andere fanden die Beleuchtung zu luxuriös und jene an der Safenwilerstrasse dringender. Zudem wurde vorgebracht, an der Lischmattstrasse habe bisher kein Perimeterverfahren zur Kostenbeteiligung der Anstösser stattgefunden. Bei der Abstimmung über den Kreditantrag ging im Plenum keine zustimmende Hand in die Höhe, und anschliessend hiessen die Anwesenden den Rückweisungsantrag mit 25 Ja zu 2 Nein grossmehrheitlich gut.

Gemeindepräsidentin Marie-Louise Wilhelm und Finanzverwalter Bernhard Hänni präsentierten die Zahlen des Voranschlags für das kommende Jahr. In der Erfolgsrechnung 2021 ist mit einem Gesamtaufwand von 3,909 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 3,626 Mio. Franken zu rechnen. Somit resultiert ein Aufwandüberschuss 282'500 Franken. Fast halbiert hat sich der Beitrag aus dem kantonalen Finanzausgleich. Die betreffenden Summen in den früheren Jahren hatten sich auf zu hoch berechnete provisorische Steuerveranlagungen bei Firmen gestützt. Die in der Investitionsrechnung budgetierten Ausgaben von 480000 Franken reduzierten sich um den abgelehnten Kreditantrag für die Lischmattstrasse auf 360'000 Franken.

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