Amtsgericht
Die Kupferdiebe von Däniken müssen hinter Gitter

Das Antsgericht Olten-Gösgen spricht drei Männer wegen Diebstahls schuldig. Sie hatten in Däniken rund 15 Tonnen Kupfer gestohlen.

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Die Männer hatten kräftig zugelangt. (Symbolbild)

Die Männer hatten kräftig zugelangt. (Symbolbild)

Keystone

Rund 15 Tonnen Kupfer haben drei Mitarbeiter und ihr Helfer im Zeitraum von Oktober 2011 bis Mai 2012 aus der Firma Leoni Studer AG in Däniken abtransportiert. Auf dem offenen Markt hat die Ware einen Wert von rund 175'000 Franken. Drei der Angeschuldigten mussten sich vergangene Woche vor dem Amtsgericht Olten-Gösgen dafür verantworten. Ein weiterer Angeklagter wurde bereits im Kanton Aargau verurteilt.

In seinem Urteil hat das Amtsgericht nun auch die übrigen drei des gewerbs- und teils bandenmässigen Diebstahls für schuldig befunden. Der 33-jährige Nenad B.* soll insgesamt elf Mal zugeschlagen haben. Dafür kassierte er vom Amtsgericht eine 26-monatige Freiheitsstrafe, davon 10 Monate unbedingt. Die Staatsanwaltschaft hatte 30 Monate gefordert. Da der Sachverhalt jedoch nicht in allen Fälle restlos geklärt werden konnte, liegt das Strafmass unter dem von der Anklage geforderten. Andreas K.*, der Komplize von Nenad B, erhielt hingegen wie von der Anklage beantragt 22 Monate, davon 8 unbedingt.

Beide Verurteilten sind im Niederamt wohnhaft und waren während der Zeit der Diebstähle bei der Leoni Studer AG angestellt. Vor Gericht waren zwar grundsätzlich beide Beschuldigten geständig, verzettelten sich aber immer wieder in widersprüchlichen Aussagen.

Das gestohlene Kupfer in Form von Spulen, Seilen und Drähten verkauften sie an Zoran S.*, in dessen Lieferwagen die Ware abtransportiert wurde. Die Unschuldsbeteuerungen des Verbindungsmannes fanden vor Gericht kein Gehör. Videoaufnahmen vom Fahrzeug am Tatort und eindeutig zuweisbare Kupferteile in der Garage von Zoran S. überführten ihn als Spiessgesellen der beiden ehemaligen Angestellten. Er wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 17 Monaten und einer Geldstrafe von 1500 Franken verurteilt. (cze)

*Namen von der Redaktion geändert