Schönenwerd hat seine neue Gemeindeverwaltung in Besitz genommen: Jung und Alt benützte am Neujahrstag die Gelegenheit, sich die neuen Räume an der Oltnerstrasse 7 anzusehen. Anschliessend gabs den Neujahrsapéro.

Auf 30. September 2015 hatte die Credit Suisse ihre Filiale in Schönenwerd geschlossen und das Gebäude zum Kauf angeboten. Dieses ist vom Gemeindehaus «Krone» nur durch die Schmiedengasse getrennt.

Der Gemeinderat schlug zu, und eine ausserordentliche Gemeindeversammlung am 29. Februar 2016 erteilte dem Kauf für 2,05 Mio. Franken mit 97:11 Stimmen den Segen. Am Neujahrsapéro hielt Gemeindepräsident Peter Hodel nochmals die Gründe fest: «Die zentrale Lage, die gute Bausubstanz des 1923 als Bank erbauten Gebäudes, die noch 2009 von der CS sanierten technischen Einrichtungen.»

Der Vorteil liegt in der Kundenfreundlichkeit: Der Schalterbereich mit 8 Arbeitsplätzen ist jetzt ebenerdig erreichbar, Parkplätze sind hinter dem Haus. Im 1. Stock sind vier Chefbüros und ein Pausenraum eingerichtet. Im Keller sind Archivräume, das Dachgeschoss bleibt als Wohnung vermietet.

Am Dienstag, am 3. Januar 2017, geht die neue Gemeindeverwaltung in Betrieb. «Haben Sie noch etwas Geduld, wenn am Anfang noch nicht alle Handgriffe so schnell gehen wie vorher», bat Hodel die Kunden.

Die alte Krone ist wieder daheim

In der «Krone» tagen weiterhin der Gemeinderat und die Kommissionen, bis auf Weiteres auch das Wahlbüro. «Die ‹Krone› bleibt unser Gemeindehaus», betonte Peter Hodel.

Am Schluss hatte er eine Überraschung parat und enthüllte das vermutlich mehrere hundert Jahre alte Original-Wirtshausschild der «Krone», das jetzt in einer Vitrine in der neuen Gemeindeverwaltung zu sehen ist. Die Kulturkommission hatte es aus Rheinfelden heimgeholt, wo es zuletzt aufbewahrt worden war.

Die Original-Krone, für die sich besonders die damalige Kulturkommissionspräsidentin Vreni Fallegger engagierte, war 1992 am Gemeindehaus angebracht worden, setzte aber bald Rost an: «Das Kronenschild hat die Masern bekommen», meldete der damalige Gemeindeschreiber Urs Gammeter. Danach wurde es 1994 aufwendig saniert.

Das Duplikat, das heute an der «Krone» hängt, leuchtet allerdings in Gold weit fröhlicher als das ehrwürdige, aber etwas «blechern» wirkende Original.