Auch das Mandat des Sachwalters Walter Keller wurde beendet. Damit obliegt die gesetzmässige Führung aller Gemeindegeschäfte ab sofort wieder dem Kirchgemeinderat. «Wir intervenieren nur so lange wie nötig», erklärte André Grolimund, Chef des kantonalen Amts für Gemeinden, auf Anfrage. «Und in Erlinsbach ist es jetzt nicht mehr nötig.»

Behörden wieder komplett

Die Regierung hatte im August den in solchen Fällen erprobten Rechtsanwalt Walter Keller (Lohn-Ammannsegg) mit der Sachwalterschaft beauftragt (wir berichteten). Der Anlass: Nach den Rücktritten von drei Mitgliedern, darunter des Präsidenten Ruedi Kyburz, war der ursprünglich fünfköpfige Kirchgemeinderat nicht mehr handlungsfähig. Hintergrund der Rücktritte war ein Pfarrerstreit: Eine «Volksbewegung» der Erlinsbacher Reformierten setzte sich vehement für die Wahl des bisherigen Pfarrverwesers Andy Jecklin zum Pfarrer ein, während die Mehrheit des Kirchgemeinderats Jecklin nicht zur Wahl hatte vorschlagen wollen.

Unter der Regie von Sachwalter Keller sind nun, wie bereits früher berichtet, alle vakanten Ämter der Reformierten Kirchgemeinde Erlinsbach SO in ordnungsgemässen Wahlverfahren besetzt. Wahltermin war der 29. November, alle Ämter wurden aber in stiller Wahl besetzt, da sich nicht mehr Kandidierende anmeldeten, als Sitze zu besetzen waren.

Der reformierte Kirchgemeinderat von Erlinsbach SO besteht nun aus Laura Cardozo, Denise Musterle, Susanne Steger (alle neu), Margrit Maier (bisher) und Käthy Schüttel (bisher, aber neu gewählt, da zuvor nicht in einer ordentlichen Wahl gewählt).

Neue Kirchgemeindepräsidentin ist Käthy Schüttel, Gemeindevizepräsidentin Laura Cardozo. Als neuer Pfarrer gewählt ist Andy Jecklin. Mit seiner Installation am kommenden Sonntag, 20. Dezember, dürfte der Erlinsbacher Pfarrerstreit noch vor dem Jahreswechsel glücklich beendet sein. (cva)