Die römisch-katholische Kirchgemeindeversammlung hatte der Sanierung der Glocken für die Kirche St. Nikolaus zugestimmt. Angenommen wurde damals auch die Erneuerung der elektrischen und schlagtechnischen Einrichtungen. Der Kredit belief sich auf insgesamt 230'000 Franken. Jetzt konnte mit den Arbeiten gestartet werden.

Die sechs Läuteglocken aus dem Jahr 1932 wiegen rund neun Tonnen. Sie werden für die Sanierung im Kirchturm abgestellt und vom Glockenjoch hinunter genommen. Bestandteile wie etwa Uhrschlaghämmer, Glockenantriebe, Installationen, oder Klöppel werden überarbeitet oder erneuert. Deswegen können die Glocken nicht mehr schwingen und werden bis 10. Oktober schweigen. Auch der Uhrschlag ertönt in dieser Zeit nicht mehr, die Turmuhr wird auf 12 Uhr gerichtet und bleibt stehen. Nun werden nach und nach alle Komponenten wie Glockenjoche, Klöppel samt Aufhängungen, Motoren und Schlaghämmer aus dem Turm entfernt. Hierfür wird für die gesamte Projektdauer ein Gerüst als Arbeitsbühne bis zur Höhe der Glockenstube aufgestellt.

Die Demontage dauert drei Wochen, die Revision in der Aarauer Glockenwerkstatt wiederum sieben Wochen. Weitere sechs Wochen wird der Einbau in den Turm dauern, wenn die neuen Glockenantriebe und die Steuerungen installiert werden. Voraussichtlich wird der Turm am Samstag, 13. Oktober um 17 Uhr wieder vollständig sein, damit am Sonntag darauf die Glocken eingeläutet werden können. mgt