«Dass auf dem Sekretariat Überstunden angehäuft werden, ist mittlerweile Usus. Deshalb ist es an der Zeit, dies sauber zu regeln», so der zuständige Gemeinderat Sämi Bünder.

Mit dieser Einschätzung war er nicht alleine. Bereits im Jahr 2015 liess die Gemeinde eine Verwaltungsanalyse durchführen. Damals stellte die BDO fest, dass die Bauverwaltung personell eher knapp dotiert sei, und empfahl eine Aufstockung um 20 Prozent. Seit dieser Analyse habe die Arbeitsbelastung sogar noch weiter zugenommen, führte der Gemeinderat nun weiter aus. Deshalb beantragte er an der Gemeindeversammlung von diesem Mittwoch, das Pensum des Sekretariats um ebendiese 20 Prozent aufzustocken. Die Schalterzeiten könnten dadurch besser abgedeckt und die Wartezeit für Baubewilligungen verkürzt werden, nannte der Gemeinderat nur zwei der zahlreichen Punkte, die durch die Massnahme verbessert werden sollten.

Die insgesamt 30 anwesenden Stimmbürger zeigten Verständnis für das Anliegen. Trotzdem ging es nicht ganz diskussionslos über die Bühne. «Bei all den Punkten, die sich verbessern sollten: Ich sehe nicht, wie eine Aufstockung um 20 Prozent dafür reichen wird», meinte ein Anwesender. Bünder stimmte diese Überlegung grundsätzlich zu. «Wir zwingen uns selber damit, effizient zu arbeiten», und «ich kann nicht hierher kommen und eine Aufstockung auf 100 Prozent beantragen», verteidigte er den Entscheid. Gemeindepräsident Thomas Müller fügte hinzu: «Wir sind der Ansicht, diese Aufstockung bringt bereits Erhebliches. Und wenn wir später merken, dass es immer noch nicht reicht, können wir immer noch reagieren.» Mit zwei Gegenstimmen wurde der Antrag, das Pensum aufzustocken, schliesslich gutgeheissen.

Höchst erfreuliche Rechnung

Gänzlich ohne Gegenstimmen und auch gänzlich diskussionslos wurde die Rechnung abgesegnet. Zu diskutieren gab es aber auch nichts, schloss die Rechnung doch mit einem erfreulichen Plus von 520'000 Franken. Budgetiert wurde noch ein deutliches Minus. «Ich wurde gefragt», begann der zuständige Gemeinderat Yannic Lüthi seine Ausführungen zur Rechnung, «ob es System habe, ein Defizit zu budgetieren und dann mit einem Plus abzuschliessen.» Dem sei definitiv nicht so. Ein Budget sei nun Mal nichts anderes als eine aufwendige Schätzung. Und umso grösser die Zahlen, umso schwieriger werde es, genau zu schätzen. Trotzdem werde man sich in Zukunft noch stärker bemühen, genauer zu budgetieren. Die grösste Abweichung zum Budget findet sich bei der Bildung. Dort musste man deutlich weniger ausgeben als geplant, insbesondere wegen Minderausgaben für die Kreisschule. Mehr ausgegeben wurde dafür im Bereich soziale Sicherheit. Wegen Mehrkosten für die Sozialregion.

Gleichzeitig hob Lüthi den Mahnfinger: Zwar sähen die Zahlen im Moment rosig aus, in Zukunft stünden aber gleich zahlreiche Investitionen an. «Es kommt einiges auf uns zu.» Die Nettoinvestitionen 2018 beliefen sich auf insgesamt 870'000 Franken, der Selbstfinanzierungsgrad lag bei 90 Prozent.