Technologie

Die Gemeinde in der Hosentasche

Die Däniker App ähnelt stark der Website der Gemeinde.

Die Däniker App ähnelt stark der Website der Gemeinde.

Immer mehr Gemeinden setzen neben Homepages auf mobile Apps – im Niederamt sind es mit Däniken und Trimbach bereits deren zwei.

Auch im Niederamt ist der App-Trend angekommen: Die Gemeinden setzen vermehrt nicht mehr nur auf ihre Websites, sondern seit neustem auch auf mobile Applikationen. Bis jetzt sind Däniken und Trimbach auf den App-Zug aufgesprungen. Die Programme sind sowohl im Apple Store als iOS-Apps wie auch im Google Play Store für Android gratis erhältlich und können auf Smartphones oder Tablets verwendet werden.

Während Däniken schon seit mehr als zwei Jahren auf die Gemeinde-App setzt, ist Trimbach erst seit Kurzem mit dabei. Die Idee stammt von Henny Beyeler, Kandidatin für das Gemeindepräsidium in Trimbach. Das Produkt ihrer Idee: die App «Mein Trimbach». Sie will damit zeigen, dass sie innovative Ideen auch umsetzen kann. Mit anderen Worten: Sie betreibt damit Wahlkampf. Beyeler wolle die App aber auch nach den Wahlen vom 24. September weiterführen, verspricht sie.

Sozialer Aspekt in Trimbach

Das erste Tool beinhaltet wichtige Informationen zur Gemeindeverwaltung – E-Mail- und Internetadressen, Telefonnummern sowie Öffnungszeiten und die Zeiten der telefonischen Erreichbarkeit.

Die restlichen Funktionen konzentrieren sich eher auf die sozialen Aspekte im Dorf: Auf «Bewerten Sie Trimbach» können User ihre Zufriedenheit zu verschiedenen Aspekten des Lebens in Trimbach kundgeben. Vom Dorfleben über Vereinsangebote und Sporteinrichtungen bis hin zur Bildungsqualität kann fast jedes Thema mit 0 bis 5 Sternen bewertet werden.

Im dritten Tool, Wünsche für Trimbach, können Trimbacherinnen und Trimbacher in einem offenen Textfeld ihre Ideen und Wünsche für das Dorf nennen.

«Melden Sie Wichtiges!» erlaubt den Usern, interessante und wichtige Ereignisse miteinander zu teilen. Henny Beyeler nennt gleich einige Beispiele: «Letztes Jahr hatten wir einen Fuchs im Dorf, der Hühner riss. Diese Information kann man so mit anderen Hühnerhaltern teilen.» Eine andere Möglichkeit sei auch, Gefahren für die Einwohnerinnen und Einwohner zu melden, beispielsweise, wenn Kinder auf dem Schulweg angesprochen werden. Allgemein kann in dieser Funktion alles geteilt werden, was die User für die anderen App-Nutzer als interessant oder wichtig erachten.

In der letzten Funktion, «Aktuell gemeldet», werden von Beyeler selber die Aktualitäten des Dorfs veröffentlicht. Dazu gehören Termine, Anlässe sowie Wichtiges, das in der letzten Zeit geschehen ist. Momentan ist dort erst ein Eintrag zu finden: ein Willkommensgruss der «Mein Trimbach»-App-Erfinderin.

Die Trimbacher Applikation unterscheidet sich im Wesentlichen von der offiziellen Homepage der Gemeinde, indem sie zusätzlich zu den Informationen zur Gemeinde auch soziale Aspekte integriert. Im Gegensatz zur Website funktioniert die App in gewissen Aspekten wie ein soziales Netzwerk.

Schon zwei Jahre im Einsatz

Während die Trimbacher App eher auf soziale Interaktion ausgerichtet ist, handelt es sich bei der Däniker App vor allem um eine mobile Variante der offiziellen Gemeindehomepage. Wie auf der Website finden sich auch in der App Informationen zu Neuigkeiten, Anlässen, zu Abstimmungen und Wahlen sowie zur Verwaltung und Behörden.

Die App gibt es in Däniken schon seit März 2015. «Däniken will sich innovativ und modern präsentieren, dazu gehört eine App», erklärte Gemeindeschreiberin Andrea Widmer damals.

Heute sieht sie dies etwas ausgewogener: «Es gibt Menschen, welche die App schätzen, es gibt aber auch solche, die lieber die Website nutzen.» Heruntergeladen werde die App aber gut. Trotzdem gebe es keine Rückmeldungen, Anregungen oder Wünsche zur Verbesserung des Programms. «Aber das ist gut – no news is good news», so die Gemeindeschreiberin.

Nicht alle ziehen mit

Die anderen Niederämter Gemeinden machen beim Trend der Gemeinde-App noch nicht mit. Auffällig ist, dass in letzter Zeit schon bei vielen Gemeinden die Homepage erneuert, moderner gestaltet und smartphonefreundlicher gemacht wurde.

Dem Trend der mobilen Informationsübertragung wird also nicht nur in Däniken und Trimbach gefolgt – auch wenn die App noch nicht überall angekommen ist.

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