Dulliken

Die Forst-Fusion im Niederamt eröffnet neue Chancen

Ein grösserer Forstbetrieb verfügt über eine stärkere Verhandlungsposition.

Ein grösserer Forstbetrieb verfügt über eine stärkere Verhandlungsposition.

Die Bürgergemeinde rechnet 2018 erstmals wieder mit einem Gewinn. Hauptthema an der Versammlung war aber nicht das Budget, sondern der geplante Zusammenschluss der Forstbetriebe.

Trotz des garstigen Wetters nahmen insgesamt 26 Personen an der Budgetgemeindeversammlung in Dulliken teil, ging es doch um einige brisante Themen, die an der Sitzung genehmigt werden mussten.

Bei einem der Hauptthemen ging es um die Genehmigung der Statuten des neuen Forstbetriebes Niederamt sowie um die Kenntnisnahme dessen Businessplanes 2018. Gekonnt führte der Bürgergemeindepräsident sowie die eingeladene Firma Kaufmann & Bader durch die Präsentation, die sie für die Eintretensdebatte benutzten.

Argumente für die Fusion waren die Optimierung der Arbeitsorganisation, Verbesserung der Auslastung, Sicherung der Stellvertretung und die Verbreiterung der wirtschaftlichen Basis. Zu den Gemeinsamkeiten gehören die sorgfältige Pflege der eigenen Waldungen, die Wirtschaftlichkeit (maximale Deckungsbeiträge), die finanzielle Unabhängigkeit (Gewinn, Reserven) sowie die bewirtschaftete eigene Fläche von 360/600 Hektaren, eigener Hiebsatz von 3900/5900 Festmetern und die Auslastung der eigenen Forstequipe im Kerngeschäft. Dank des Beteiligungsschlüssels liegt der Kapitalanteil neu bei 850'000 Franken.

Mit dem Zusammenschluss fusionieren zwei starke Partner, welche in den letzten Jahren positive finanzielle Resultate ablieferten. Der neue Forstbetrieb Niederamt könnte somit den Marktauftritt steigern und es wäre eine deutliche bessere Verhandlungsposition beim Verkauf von Holz und eine Stärkung bei der Vergabe von Unteraufträgen zu erwarten. Eine langfristige Personalplanung und Professionalität wäre somit auch gewährleistet. Der Souverän stimmte den neuen Statuten einstimmig zu.

Einnahmen aus Kiesgrube

Als weiteren Hauptpunkt führte der Bürgerverwalter souverän durch den Voranschlag 2018. Zwei wesentliche Punkte, welche dabei berücksichtigt werden mussten, waren die Auslagerung der Liegenschaftsverwaltung und das neu eingeführte Ressortsystem im Bürgerrat. Nach einigen Jahren mit negativem Budget durfte nun in diesem Jahr ein Gewinn im Voranschlag 2018 von rund 173'000 Franken ausgewiesen werden.

Begründet wird dieses gute Ergebnis durch die nun einsetzenden Einnahmen aus der Kiesgrube, sowie die deutlich geringeren Investitionen bei den Liegenschaften. Insgesamt werden 247'000 Franken abgeschrieben. Die positive Ergebnisentwicklung verlangt nun vom Bürgerrat eine umsichtige Finanzpolitik und Weichenstellung für die Zukunft. Der Voranschlag 2018 wurde ebenfalls einstimmig genehmigt und der Finanzplan 2018 wurde zur Kenntnis genommen.

Ausserdem wurde an der Versammlung eine Motion für die Dachsanierung der Liegenschaft Ernihof eingereicht, welche als dringlich erachtet und zur weiteren Überprüfung an den Bürgerrat verwiesen wurde.

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