Obergösgen

Die Feuerwehr ist immer ein Highlight des Ferienpass-Programms

Peter Frei, Gemeindepräsident von Obergösgen, und Sandra Graber kennen sich beim Ferienpass aus. Peter Frei gehört zum Gründerteam, während Sandra Graber gegenwärtig den Ferienpass leitet.

Peter Frei, Gemeindepräsident von Obergösgen, und Sandra Graber kennen sich beim Ferienpass aus. Peter Frei gehört zum Gründerteam, während Sandra Graber gegenwärtig den Ferienpass leitet.

Seit 25 Jahren gibt es nun den Ferienpass in Obergösgen: Ist da alles noch beim Alten?

Seit 25 Jahren können die Primarschülerinnen und Primarschüler von Obergösgen jeweils in der ersten Augustwoche das Angebot des Ferienpasses geniessen. Die Premiere war im Jahr 1993, als der damalige Turnvereinspräsident Peter Frei mit dem reformierten Pfarrer Michael Schoger den Ferienpass ins Leben rief. «Es war uns damals wichtig, dass die Vereine eingebunden sind», blickt Frei zurück.

Seit 25 Jahren sind beispielsweise der Turnverein, die Feuerwehr, die Samariter und die Naturfreunde mit von der Partie. «Der Ferienpass lebt von den Vereinen: Sie sind es, die die ganze Arbeit machen», so Frei anerkennend.

Kurspauschale von zwei Franken

Die Anmeldung erfolgt jeweils Wochen zuvor über die Lehrer an den Schulen. «Schliesslich müssen wir garantieren können, dass alle gleichzeitig Zugang zum aktuellen Programm haben», weiss Sandra Graber, die den Ferienpass nun seit fünf Jahren organisiert. Dabei legt sie grossen Wert darauf, dass an einem Tag nicht zu viele Angebote anstehen.

Es wäre auch nicht gut, wenn alle sportlichen Anlässe am gleichen Tag wären, erklärt sie. Die Kinder wollen sich absprechen und für Kurse gemeinsam abmachen. Und eine Zusage gilt: «Nur wer krank ist, sagt ab», erklärt Frei, und Graber ergänzt: «Das hat sich bislang bestens bewährt.» Pro Kurs wird eine Pauschale von zwei Franken verlangt.

Vielfältiges Angebot

Beim Angebot hat sich in den 25 Jahren nicht so viel verändert, zumindest nicht auf den ersten Blick: «Die Feuerwehr war schon immer ein Highlight und ist es bis heute geblieben», sind sich die beiden einig. Nur dürfe man jetzt einfach den Alarm nicht mehr ertönen lassen. Es gefällt den Kindern einfach, wenn sie mal den Wasserschlauch bedienen können, da steckt Action drin. Apropos Action: In den vergangenen Jahren konnte ein Trend zu ruhigeren Tätigkeiten ausgemacht werden. «Wir haben seit wenigen Jahren den Geschichten-Abend im Programm, mit riesigem Erfolg», sagt Sandra Graber.

Früher habe man das vielleicht höchstens in einem Kinderlager gemacht, erinnert sich Frei. Auch das Basteln läuft sehr gut. Vielleicht hat dies auch damit zu tun, dass heutzutage die Mütter oft berufstätig sind und es an der Zeit fehlt, mit den Kindern zu basteln. Auch die Vereine gehen mit der Zeit. Wo früher die Kinder vielleicht mit einer einfachen Wanderung zu begeistern waren, ist es heute das Geocaching, womit man punktet, also eine Schnitzeljagd per GPS. Altbekannt und vertraut scheint da der Satz: «Lunch und Zvieri aus dem Rucksack und Kleidung der Witterung entsprechend».

Langjährige Sponsoren

Auf die Sponsoren ist beim Ferienpass Obergösgen Verlass. Seit Beginn liefern die Bäckerei Zimmermann und der Landgasthof Kreuz umsonst die Verpflegung für die Kinder. Nicht zu vergessen sind auch die 150 Helferinnen und Helfer, die dafür sorgen, dass das Programm reibungslos abläuft. «Wir danken all den Sponsoren und Helfern sehr, ohne sie wäre nichts möglich», sagen Frei und Graber.

Der aktuelle Ferienpass in Obergösgen startet am nächsten Montag und dauert bis zum darauffolgenden Samstag. Er wird 68 Kinder eine Woche lang unterhalten. Insgesamt verfügt Obergösgen gegenwärtig über 163 Schulkinder.

Handys werden sogar weggelegt

Im Grunde hat sich in den letzten 25 Jahren also fast nichts geändert. Es würden auch keine Handys gesichtet während der Ferienpass-Aktivitäten, wie die Organisatoren festgestellt haben. Dies, obwohl heutzutage jeder Primarschüler oder dessen Eltern davon überzeugt sind, es sei gut, ein Handy zu besitzen. «Die Kinder sind sehr motiviert und freundlich», sagt Sandra Graber.

Etwas zumindest hat sich ganz sicher geändert: Peter Frei ist jetzt nicht mehr Präsident des Turnvereins, sondern Gemeindepräsident von Obergösgen.

Die Jubiläumsfeier des Ferienpasses Obergösgen findet am Mittwoch, 1. August, um 9.30 Uhr auf dem Dorfplatz beim Dorfkern statt.

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