Am Samstag öffnete die Betoncoupe Arena auf dem Sportplatz Feld in Schönenwerd ihre Pforten. Das Interesse am Schmuckstück war gross. Schon zwei Stunden vor dem eigentlichen Eröffnungsspiel herrschte in der neuen Heimspielstätte von Volley Schönenwerd ein emsiges Treiben.

Nachdem die Zuschauer und Sponsoren die Halle inspiziert hatten, eröffnete Urs Fäs den Reigen der Reden. Zuerst bedankte sich der Verwaltungsratspräsident der BaS Immobilien AG, welche für den Bau der Volleyball-Arena verantwortlich zeichnete, «allen, die bei der Realisierung des Projekts mitgeholfen haben».

Die Betoncoupe Arena in Schönenwerd ist die neue Volleyball-Hochburg der Schweiz

Video vom Eröffnungsspiel.

Die Vision einer Sport- und Eventhalle für alle sei vor knapp fünf Jahren entstanden. Nach dem Motto, nicht reden, sondern liefern, wurde aus dem Traum Schritt für Schritt Realität. Fünf Meilensteine seien dafür nötig gewesen, hob Fäs hervor.

Am Anfang standen die Zusage und das Interesse vom Schweizer Volleyballverband, die Betoncoupe Arena als nationalen Leuchtturm zu verankern. Dies habe dem Projektteam vor rund vier Jahren Rückenwind und Selbstvertrauen beschert. Denn zwischendurch hätten die Initianten dann doch daran gezweifelt, ob die Umsetzung tatsächlich machbar sei.

Die Halle dient Swiss Volley als neues Leistungszentrum und als Trainingsstützpunkt der Nationalteams. «Die Hallendimensionen bieten unseren Nationalmannschaften ideale Voraussetzungen für Trainings und Länderspiele», sagte Werner Augsburger, der Geschäftsführer von Swiss Volley. «Wir freuen uns, die Halle schon bald als nationalen Trainingsstützpunkt nutzen zu können.»

Volley Schönenwerd sei der erste Klub in der Schweiz, der es geschafft habe, eine eigene Halle auf die Beine zu stellen. Dafür gebühre dem Team rund um Urs Fäs und Daniel Bühlmann viel Anerkennung.

Mühe bei der Standortwahl

Als zweiten Meilenstein nannte Urs Fäs die Standortwahl der Arena. Diese sei lange von Irrungen und Wirrungen geprägt gewesen, ehe mit dem Sportplatz Feld in Schönenwerd der ideale Ort gefunden wurde.

«Die Gemeinde Schönenwerd hat unsere Ideen immer mit offenen Armen aufgenommen und war ein verlässlicher Partner bei der Suche nach dem geeigneten Standort der Halle», so Fäs. Für den dritten wegweisenden Schritt auf dem Weg zur Realisierung dankte Fäs dem Kanton Solothurn, welcher das Projekt mit rund 700'000 Franken unterstützte, nachdem bereits das Bundesamt für Sport rund 900'000 Franken lockergemacht hatte.

«Für den vierten Meilenstein waren die Aktionäre verantwortlich, die an eine gemeinnützige AG geglaubt haben», fuhr Fäs fort und gelangte schliesslich zum letzten wichtigen Etappenstück. Der Spatenstich Ende März mit der Schönenwerder Firma Betoncoupe AG als Namensgeberin der Arena. «Der langjährige Vertrag hilft uns ökonomisch für die Zukunft.» Die Arena soll aber nicht nur als Volleyballhalle dienen, sondern als Begegnungsstätte. «Auch für Nicht-Sportler», unterstrich Fäs am Ende seiner Rede.

Riddle: Zahlen und Fakten zum Bau der Betoncoupe Arena Schönenwerd

Das Nonplusultra

Sportchef Daniel Bühlmann begrüsste die Anwesenden danach auch im Namen von Volley Schönenwerd, dem Hauptmieter der Arena. Stellvertretend für den Klub bekam er von Urs Fäs einen Ball, der symbolisch für den Schlüssel zur Halle steht, überreicht.

Bühlmann bezeichnete die Infrastruktur als Nonplusultra, warnte gleichzeitig aber: «Diese Ausgangslage müssen wir nützen, es ist kein Selbstläufer.» Bei einem Verein gehe es darum, dass Leute zusammenkommen. «Dank der Halle haben wir jetzt die ideale Plattform. Sie ist eine Begegnungszone für den ganzen Klub.»

Schliesslich ergriff Regierungsrat Roland Fürst das Wort. Sehr spontan, wie er anmerkte. «Ein gemeinsames Daheim ist wichtig für einen Klub, es wird den Verein stärken», lautete seine zentrale Aussage. Er freue sich für Volley Schönenwerd und gratulierte der Gemeinde, dem Kanton und der ganzen Schweiz zu dieser Spielstätte. «Es ist ein Vorzeige-Projekt, den Visionären gebührt grosser Respekt für ihren Mut.»