Däniken
Die Angestellten packen beim Umzug ins sanierte Gemeindehaus selbst mit an

Das Gemeindehaus Däniken ist saniert und der Umzug abgeschlossen – doch noch funktioniert nicht alles, wie es soll. Die Angestellten müssen kurzerhand selbst mit anpacken.

Silvana Schreier
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Gemeindehaussanierung Däniken

Gemeindehaussanierung Däniken

Bruno Kissling
Gemeindeschreiberin Andrea Widmer hat noch einige Aktenstapel einzuräumen.

Gemeindeschreiberin Andrea Widmer hat noch einige Aktenstapel einzuräumen.

Bruno Kissling

«Dingdong.» Kartonschachteln voller Akten werden die Treppe hochgetragen. «Dingdong.» Jemand schiebt seinen Schreibtisch in die richtige Ecke seines Büros. «Dingdong.» Gemeindeschreiberin Andrea Widmer blickt zur Eingangstür. «Ah, die testen vermutlich die Klingel», sagt sie. Noch sieht es nach einem grossen Durcheinander aus. Am Donnerstag und Freitag mussten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Gemeindeverwaltung mit anpacken: Zügeln stand auf dem Programm. Die Gemeindeverwaltung blieb währenddessen geschlossen. Nach fast zehn Monaten im Exil – die Verwaltungsbüros waren im Kindergartengebäude untergebracht – kann das frisch sanierte Gemeindeverwaltungsgebäude bezogen werden (wir berichteten). «Wir haben uns alle richtig auf diesen Tag gefreut», sagt Widmer. Da sie keine Zügelfirma beauftragt hätten, sei es «ein richtiger Teamevent».

«Sicher schon drei Mal umgestellt»

Für das schwere Mobiliar – die Gestelle, Schränke und Schreibtische – sind die Werkhofmitarbeiter zuständig. Widmer erzählt: «Da es am Donnerstagnachmittag regnete, wollten wir alle Gegenstände während des Vormittags zügeln.» Der straffe Zeitplan habe eingehalten werden können. Am Freitag wurden dann die frisch gestrichenen Büroräume eingerichtet. «Einige von uns haben sicher schon drei Mal wieder umgestellt», sagt die Gemeindeschreiberin. Denn: Wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen würde, als sei vieles anders, seien die Veränderungen für sie doch gross. Widmer: «Immerhin stehen die schweren Möbel nun, auch wenn sie noch leer sind.»

Einige Dinge funktionieren so kurz nach dem Umzug noch nicht wie gewünscht. Widmer erzählt: «Wir haben etwa kaum Handyempfang in den Büros.» Darum seien die Fenster derzeit alle noch geöffnet, denn «so gehts». Und während im Treppenhaus die grauen Blumenkisten auf ihren Inhalt warten, werden die beiden Kopiermaschinen gebracht. Vorsichtig schieben die Zügelhelfer die Geräte in das neu sanierte Gemeindehaus. In den Büros sind die Mitarbeiter daran, ihre Schreibtischschubladen mit Stiften und Büroklammern zu füllen. Daneben wollen volle Kartonschachteln ausgeräumt und Unterlagen verstaut werden. Noch kann die Verwaltungsarbeit nicht aufgenommen werden: «Die Computer laufen nicht.» Darum kümmert sich die externe Firma aber noch vor dem Wochenende.

Mehrere Gemeindeangestellte werden den Pfingstmontag in ihren Büros verbringen und weiter einräumen. Denn: «Am Dienstag öffnen wir zum ersten Mal die Schalter», sagt Widmer. Sie rechnet damit, dass der eine oder andere Däniker vorbeikommen und die neu gestalteten Räumlichkeiten besichtigen wird.