«Express-Bäckerei»
Die 33 Gläubiger des Dulliker Grüsel-Becks erhalten nichts

Das Kantonale Konkursamt beendet das Verfahren über die «Express-Bäckerei» in Dulliken. Die Forderungen beliefen sich auf 580 000 Franken. Die 33 Gläubiger müssen aufs Geld verzichten.

Rahel Bühler
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Die Zukunft der Liegenschaft ist noch unklar.

Die Zukunft der Liegenschaft ist noch unklar.

Bruno Kissling

Vor knapp einem Jahr wurde der Konkurs über die Express-Bäckerei in Dulliken eröffnet. Angestrengt wurde dieser von der Stiftung Auffangeinrichtung BVG, der Hauptgläubigerin der unter dem Namen «Grüsel-Beck» bekannt gewordenen Grossbäckerei. Da im Verlauf des Verfahrens keine weiteren Aktiven festgestellt werden konnten, wurde am 11. Dezember 2014 der Schluss des Konkursverfahrens beschlossen. «Damit ist der Fall für uns abgeschlossen», erklärt Daniela Roth Schatzmann vom Kantonalen Konkursamt in Oensingen auf Anfrage.

Es sei allerdings möglich, dass das Amt eine Strafanzeige einreichen werde, da praktisch keine Unterlagen zum Personalwesen oder zur Buchhaltung des Betriebs vorzufinden waren, berichtet Roth. In der Vergangenheit wurden mehrmals Schwarzarbeiter im Betrieb erwischt (wir berichteten).

Das Nachsehen haben nun die Gläubiger, insgesamt 33 an der Zahl. Die zugelassenen Forderungen beliefen sich laut Konkursamt auf total 580 000 Franken. Die Gläubiger, darunter auch ehemalige Arbeitnehmer, Lieferanten und Liegenschafts-Eigentümer Bruno Kammermann, müssen auf dieses Geld verzichten.

In Bezug auf die Zukunft der Liegenschaft hielt sich Kammermann bedeckt, es seien Verkaufsverhandlungen im Gange, meinte er lediglich.