Lostorf
Der Zirkus Luna stand im Buechehof im ganz hellen Lichte

Zum Abschluss der Zirkuswoche lud der Buechehof am Wochenende zur Vorstellung mit Schülern und Betreuten ein.

Raphaela Glättli-Gysi
Merken
Drucken
Teilen
Einer der ältesten Betreuten des Buechehofs war mit grosser Euphorie als Zauberlehrling behilflich.

Einer der ältesten Betreuten des Buechehofs war mit grosser Euphorie als Zauberlehrling behilflich.

Markus Müller

Der Gesamtleiter des Buechehofs, Andreas Schmid, begrüsste die zahlreich erschienenen Zirkusbesucher. In den letzten zwölf Jahren habe immer eine Zirkuswoche am Buechehof stattgefunden. Aber nie hätten alle mitmachen können. Zum 30-Jahre-Jubiläum wollte man dies allen ermöglichen. Zusammen mit zwei Schulklassen der Schule Lostorf habe ein wunderbares Projekt Form angenommen. Schmid bedankte sich bei den vielen Sponsoren, Helfern und für weitere Unterstützung, sodass die Zirkuswoche zusammen mit Circus Luna möglich geworden sei.

Vorhang auf!

Jetzt hiess es «Manege frei!» für «Wir sind Artisten vom Circus Luna!», gesungen von allen Teilnehmenden zusammen. Danach brachten die Clowns besonders die Kinder in den vordersten Reihen zum Lachen, gefolgt von Zaubertricks. Einer der ältesten Betreuten des Buechehofs war mit grosser Euphorie als Zauberlehrling behilflich. Gewagte Übungen auf der Leiter und eine Akrobatenpyramide auf der Matte wurden vom Publikum mit grossem Applaus honoriert. Ihre Schüler seien zunächst zurückhaltend gewesen, hätten dann aber gemerkt, dass sie als Team zusammenarbeiten müssten und hätten, wo nötig, die Artisten des Buechehofs unterstützt, sagte Lehrerin Lilian Köhn.

Beim Vertikaltuch und Trapez wurde es einigen Zuschauern wohl etwas mulmig zumute, aber die Akrobatikgruppe war ein sehr gut eingespieltes, konzentriertes Team. Ein junger Mann vom Buechehof winkte auf dem Trapez sogar noch seinem Vater zu. Sehr konzentrieren musste sich auch die nächste Gruppe, welche auf Fässern balancierte. Swing mit farbigen Bändern leitete über zur Pause, wo allerlei Feines angeboten wurde. Nach der Pause zeigte die nächste Akrobatikgruppe noch gewagtere Nummern. Sie balancierten auf der umgedrehten Langbank von einem aufgestelltem Fass zum anderen. Eine Schülerin sprang darauf sogar Seil. Das Publikum staunte. Hula Hoop folgte danach. Dann wurde es heiss: Brennende Fackeln wurden hin- und her geworfen und in der Luft aufgefangen. Diese Nummer schien perfekt zugeschnitten auf einige der männlichen Betreuten des Buechehofs. Einer von ihnen hielt die Hand wohl doch einen Moment zu lange in die Flamme, liess sich aber nichts anmerken. Das Stehen auf dem Nagelbrett oder über Scherben gehen schien der nächsten Gruppe Spass zu machen.

Abschied als Herausforderung

Auf die Frage, was denn die grösste Herausforderung gewesen sei, antwortete Theaterpädagoge Andreas Weisser: «Der Abschied». Nicht nur für die Menschen vom Buechehof dürfte das Ende der Vorführungen und somit das Abschiednehmen von einer ausserordentlichen Woche mit vielen positiven Erfahrungen schwierig gewesen sein. Das Publikum honorierte das gelungene Projekt jedenfalls mit einem riesigen Applaus.