Versammlung

Der Winznauer Werkhof benötigt Nachwuchs

Werkhofleiter Philipp Stähli aus Winznau freut sich sehr, dass er künftig Lernende ausbilden darf. hr. aeschbacher

Werkhofleiter Philipp Stähli aus Winznau freut sich sehr, dass er künftig Lernende ausbilden darf. hr. aeschbacher

Die Schaffung einer neuen Lehrstelle beim Werkhof stellte das Toprechnungsergebnis 2014 der Gemeinde Winznau fast in den Schatten.

Am Montagabend begrüsste der Gemeindepräsident von Winznau, Daniel Gubler, seine Gemeindemitglieder zur jährlichen Rechnungsgemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle an der Lostorfstrasse.

«Wir sind sehr erfreut, dieses Jahr eine so gute Rechnung präsentieren zu dürfen», verkündete er stolz. Die 34 anwesenden Stimmberechtigten verabschiedeten einstimmig die Rechnung 2014 der Sozialregion Olten (dazu gehören die Gemeinden Olten, Trimbach, Winznau, Wisen und Hauenstein-Ifenthal) sowie die Verwaltungsrechnung 2014 mit einem Ertragsüberschuss von rund 425 000 Franken und Nettoinvestitionen von rund 480 000 Franken. Laut dem Gemeinderat hatte sich bei der Jahresrechnung 2013 ein Fehler eingeschlichen: Für die Berechnung des Lastenausgleichs sind versehentlich die Einwohnerzahlen eines falschen Jahres berücksichtigt worden. Deshalb weist in diesem Jahr das Konto in der Rechnung der Sozialregion Olten ausnahmsweise einen um rund 3200 Franken tieferen Saldo aus.

Die Suche kann beginnen

Ausserdem genehmigte der Souverän die teilrevidierte Dienst- und Gehaltsordnung. Dies ist nötig, um die Verantwortlichkeit der Besetzung und Besoldung der neu geplanten Lehrstelle zu regeln. Denn die Schaffung einer Lehrstelle als Fachfrau/Fachmann im Betriebsunterhalt EFZ im Werkhof wurde ebenfalls genehmigt. Derzeit besteht für die Instandhaltung der gesamten Infrastruktur der Gemeinde Winznau, ausgenommen der Schulanlagen, lediglich eine Vollzeitstelle. «Dies ist für eine Einzelperson fast nicht mehr zu bewältigen», meint Daniel Gubler.

Deswegen würde ein zusätzlicher Lernender sehr hilfreich sein. «Zu den Aufgaben des Lernenden würden zukünftig unter anderem die Behebung von Schäden an Gebäuden und Aussenanlagen, die Pflege der Grünanlagen sowie der Wege und Strassen oder die Abfallentsorgung gehören», erklärte Peter Fehlmann aus dem Gemeinderat. Der Schulhauswart würde den Lehrberechtigten des Werkhofs bei der Ausbildung des Lernenden unterstützen. Das Amt für Berufsbildung, Mittel- und Hochschule Kanton Solothurn hat bereits bestätigt, dass die Örtlichkeiten im Werkhof und der Bildungsstand des Lehrberechtigten genügen, um einen Lernenden auszubilden.

«Wir entschuldigen uns für den Lärm der letzten Monate, verursacht durch die Restaurierung der Haupt- und Friedhofstrasse», sagte Gubler abschliessend. Alle Arbeiten sollten bis Herbst beendet werden. Für das kommende Jahr würden neben kleineren Aufforstarbeiten keine grossen Projekte anstehen, die erneut Lärm verursachen könnten.

Das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 wurde den ganzen Abend durch immer wieder zum Thema: «Wir hoffen auf Ihr Verständnis während der Anfangsphase», bat Gubler.

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