Stüsslingen
«Der Ort wird mal fast wie eine kleine Oase sein»

In Stüsslingen wurde vor kurzem der Neubau eines Gemeinschaftsgrabs fertiggestellt.

Rebecca Rutschi
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Das neue Gemeinschaftsgrab – im Moment noch von Kies umgeben.

Das neue Gemeinschaftsgrab – im Moment noch von Kies umgeben.

Bruno Kissling

Das Bedürfnis nach traditioneller Erdbestattung sinke immer mehr, erzählt der Präsident der Unterhalts- und Umweltkommission, Andreas Mante. Im Gegensatz dazu steige die Anzahl der Urnenbestattungen und Personen, welche in einem Gemeinschaftsgrab zur Ruhe gelegt werden möchten. Ein solches gab es auf dem Friedhof in der gewünschten Form bis jetzt nicht. Im vorderen Teil befindet sich lediglich das gemeinschaftliche Grab der Ungenannten.

Steinarbeiten wurden von einem Stüsslinger erledigt

Rund anderthalb Jahre habe es gedauert von der Idee bis zum Endprodukt – dem neuen Gemeinschaftsgrab auf dem Stüsslinger Friedhof, berichtet Mante. Das ausgearbeitete Projekt wurde vorerst dem Gemeinderat zur Bewilligung vorgelegt, danach habe sich die beauftragte Landschaftsgärtnerei Belke Gartenbau AG aus Lostorf an die Arbeit gemacht, ergänzt ihn Guido Nussbaumer, der die Projektleitung übernommen hat. Die Gärtnerei hat eine Grube für den Schacht abgetragen, links und rechts eine Doppelhecke und zusätzlich dazu vier Bäume gepflanzt, welche schattenspendend wirken sollen.

Der ortsansässiger Bildhauer Urs Wittmer wurde ausserdem mit den anfallenden Steinmetzarbeiten beauftragt. Insgesamt haben die Arbeiten etwas mehr als 40'000 Franken gekostet.

Es fehlt nur noch die Alpstein-Pflästerung

Mittlerweile ist das Projekt beinahe beendet. Die Bauarbeiten seien eigentlich bereits Ende November des vergangenen Jahres abgeschlossen worden. Es fehlen lediglich noch die Alpnachsteine, welche als Pflästerung benutzt werden und den momentanen Kiesplatz ersetzen sollen. Diese hätten durch die Coronakrise massive Lieferverzögerungen, erzählt Nussbaumer. Optisch wirkt das Grab jedoch jetzt schon, als wäre es fertig.

Sowohl Nussbaumer als auch Mante sind sehr zufrieden mit dem Endprodukt. Es entspreche seinen Vorstellungen und gefalle ihm gut, meint der Kommissionspräsident. Und der Projektleiter ergänzt ihn: «Wenn die Bepflanzungen schliesslich angewachsen sind, wird der Ort fast wie eine kleine Oase sein.»

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