Kunstrasenplätze bringen im Fussball einen essenziellen Vorteil mit sich: Da ihnen garstige Temperaturen nichts anhaben können, kann auch in der Winterpause darauf trainiert werden. Diese Eigenschaft will sich der FC Erlinsbach ab nächstem Frühling zu Nutzen machen. Seit März dieses Jahres wird der Sportplatz Breite umgebaut. Ein neues Kunstrasenfeld, ein Naturrasenfeld und ein neues Garderobengebäude entstehen.

«Wir sind durch den neuen Rasen nicht mehr vom Wetter abhängig und können unsere Trainingsvorbereitung in Zukunft beispielsweise bereits im Januar beginnen», erklärt der Präsident des FC Erlinsbach, Martin Krüttli, auf Anfrage. Man könnte also meinen, solche Plätze sind begehrt unter den Fussballclubs. Zumal in der OT-Region neben dem Erlinsbacher Fussballclub lediglich der FC Olten ein solches Kunstrasenfeld besitzt.

Dem ist laut dem Erlinsbacher Vereinspräsidenten allerdings nicht so. Denn: Auch die Vereine in Küttigen, Aarau und Gränichen besitzen künstliche Fussballfelder. So hält sich die Nachfrage in Erlinsbach in Grenzen. «Es wird sicher Anfragen geben». Falls in Zukunft mal ein anderer Verein anklopfen würde, würde das clubintern von Fall zu Fall besprochen und entschieden», blickt Krüttli, der selbst seit 20 Jahren in der 1. Mannschaft des FC Erlinsbach spielt, voraus.

Er macht aber klar: «Wir legen den Fokus auf unsere Mannschaften.» Das Ziel ist es, mit allen Teams des Clubs auf dem Kunstrasen zu trainieren und zu spielen. Der FC Erlinsbach umfasst derzeit zwei aktive Damenmannschaften, zwei aktive Herrenmannschaften und diverse Juniorenabteilungen. Einen Nachteil sieht der Präsident keinen: «Wir müssen uns sicher zuerst an die neue Unterlage gewöhnen.»

Übergabe Anfang April

Morgen Samstag laden die beiden Gemeinden Erlinsbach AG und SO sowie der Fussballclub zu einem «Tag der offenen Baustelle». Dann wird es Führungen über das Gelände geben. An drei Posten können Informationen zum Bauprojekt eingeholt werden. «Der Rohbau der Garderoben und das Kunstrasenfeld sind fertig», erklärt David Fiore, Leiter Bau/ Planung der Gemeinde Erlinsbach AG. Was noch fehlt, ist der Innenausbau der Garderoben sowie die Markierungen auf dem Kunstrasenfeld. Besagte Markierungen können nur angebracht werden, wenn es einige Tage trocken bleibt. Derzeit sei der Untergrund zu nass, berichtet Fiore.

Anfang April sollen der Kunstrasen und die Garderoben dem FC Erlinsbach übergeben werden, bestätigt David Fiore. «Mit den Garderoben sind wir bis dann sicher fertig. Ob der Kunstrasen dann auch spielbar sein wird, hängt von der Witterung ab.» Zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen sein wird der Naturrasenplatz, der im Sommer zu Trainingszwecken verwendet werden soll. Fiore: «Der Rasen kann erst im Frühling angesät werden. Dann müssen noch ein bis eineinhalb Jahre gewartet werden, bis er bespielbar ist.»