Niedergösgen
Der kritisierte Gemeindepräsident sucht das Gespräch

Die Vorwürfe der im März zurückgetretenen Gemeinderätin Mara Moser lassen Kurt Henzmann nicht kalt. Der Gemeindepräsident bietet ein persönliches Gespräch an.

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Kurt Henzmann

Kurt Henzmann

Bruno Kissling

Gemeindepräsident Kurt Henzmann will vorderhand nicht öffentlich auf die Kritik an der Arbeit im Niedergösger Gemeinderat antworten. Die am 1. März zurückgetretene SP-Gemeinderätin Mara Moser hatte in einer schriftlichen Stellungnahme eine Reihe von Vorwürfen erhoben: Die Gemeinderatsmitglieder würden über manche Sachverhalte nicht oder zu spät informiert, die Pendenzenliste werde nicht abgebaut und Ratsmitglieder würden für kritische Äusserungen ungebührlich behandelt.

Auf Anfrage erklärte Kurt Henzmann am Donnerstag, er ziehe es vor, Mara Moser zu einer Aussprache unter vier Augen einzuladen, als den Streit in einem öffentlichen «Pingpong» auszutragen. Die Vorwürfe liessen ihn nicht kalt: «Solche Äusserungen schmerzen; schaden sie doch der Gemeinde und auch dem gesamten politischen System», schrieb er seiner Kritikerin. Er machte ihr konkrete Terminvorschläge für die Aussprache.

Nachmeldungen bis 30. April

Gleichzeitig bestätigte der Gemeindepräsident, dass die Ortsparteien von SVP und SP gestern eine schriftliche Aufforderung der Gemeindeverwaltung erhalten hätten, bis zum 30. April neue Mitglieder für die drei seit Anfang März vakanten Sitze im elfköpfigen Gemeinderat zu melden. Dies entspricht der Vorschrift im kantonalen Gesetz über die politischen Rechte für den Fall von Vakanzen in einer nach dem Proporzverfahren gewählten Behörde: «Kann ein Sitz nicht durch Nachrücken besetzt werden, hat die Eingabestelle die Listenvertretung aufzufordern, innert einer angemessenen Frist einen Wahlvorschlag einzureichen.» (cva)

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