In Lostorf wurde am Sonntag über das Sanierungsprojekt «Hauptstrasse Nord» abgestimmt. Die Stimmbeteiligung lag bei dieser Vorlage bei 56,2 Prozent, wie die Gemeinde mitteilt.

Die Lostorfer nahmen die Vorlage mit 856 Ja-Stimmen an. Gleichzeitig ginge 745 Nein-Stimmen ein.

Beim Sanierungsprojekt «Hauptstrasse Nord» geht es um die Verbreiterung der Hauptstrasse zwischen der Mineralquelle und dem Dorfplatz, um Anpassungen an den Einmündungsstellen der drei Quartierstrassen, um Schulwegquerungen sowie um die Verschiebung der beiden Bushaltestellen. Diese Sanierungsarbeiten sind nötig, da die Werkleitungen und der Belag der Hauptstrasse veraltet sind.

Gemeinde übernimmt 6,08 Millionen Franken

Weiter ist laut Abstimmungsunterlagen die Verkehrssicherheit für Fussgänger sowie den einmündenden Verkehr aus den Quartierstrassen «ungenügend oder gar nicht gegeben». Zuletzt soll die Sanierung auch dem Hochwasserschutz dienen: Darum wird der Lostorferbach im Rahmen der Arbeiten offengelegt.

Die Kosten für die Umsetzung des Projekts «Hauptstrasse Nord» liegen bei 7,16 Millionen Franken, die Gemeinde übernimmt davon 6,08 Millionen Franken. Der Rest wird von Bund und Kanton im Rahmen von Subventionen gezahlt.

«Wir werden sehen, wie es rauskommt»

Das Sanierungsprojekt «Hauptstrasse Nord» war zuvor intensiv diskutiert worden — auch an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 5. September 2018. Damals wurde von den Gegnern ein Rückweisungsantrag gestellt, der jedoch deutlich abgelehnt wurde.

Antragsteller und Projektgegner Jwan Moll sagt auf Anfrage: «Ich habe nicht viel zu sagen zum Resultat. Wir werden dann sehen, wie es rauskommt, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind.» Er habe an der Gemeindeversammlung vor der Urnenabstimmung den Antrag gestellt, in der Hoffnung, man würde sich das Projekt nochmals überlegen. Nun heisse es: abwarten. «In ein paar Jahren wird sich herausstellen, ob das Projekt erfolgreich sein wird», sagt der Lostorfer.

«Ich bin froh für die Gemeinde»

Urs Straumann, der das Sanierungsprojekt befürwortet, freut sich über das Ja am Abstimmungssonntag: «Ich bin froh für die Gemeinde. Für mich selbst ein bisschen weniger, denn ich werde die Bauarbeiten lautstark miterleben, schliesslich wohne und arbeite ich am Bach neben der Hauptstrasse», sagt der Einwohner von Lostorf. Die Lostorfer hätten mit dem Ja zu diesem Projekt der Gemeinde einen Dienst erwiesen. Die Sanierungen seien dringend nötig und: «Es ist schön, dass das die Mehrheit so erkannt hat», so Straumann.