In der Woche vom 12. bis 17. Oktober wurden den Primarschülerinnen und -schülern der 1. bis 6. Klasse 38 verschiedene Angebote unterbreitet. «So viele Anmeldungen wie dieses Jahr hatten wir noch nie zuvor», bestätigte das fünfköpfige Gremium des Ferienpasses. 147 Kinder haben den Anmeldezettel mit ihren «Wunschdaten» angegeben.

A–Z = «Akrobatik» bis «Zopfteig»

Im Grunde genommen war jeder Anlass ein Highlight. Für das Gemüt und Geschick standen Seidenmalen, jedem einen Paradiesvogel, die Speckstein-Bearbeitung, Hand- und Fusspflege, Malen eines Holz-Mandalas, Einblick in die Informatik, Guetzli backen, Zopfteig-Tierli auf dem Programm. Am Montag starteten die 4.- bis 6.- Klässler mit «Kochen bei Willy Keller».

In der Küche des «Wilden Mann» stand der Chefkoch hinter dem Herd und zeigte seinen jungen Köchinnen und Köchen, worauf es in einer Küche ankommt. «Immer nach einer Arbeit die Arbeitsfläche reinigen und erst dann mit der nächsten weitermachen», mahnte er die Jugendlichen. Ein 3-Gang-Menü stand auf den Rezepten: Indianersalat, Hacksteaks mit Frischkäse und Gemüsepfanne sowie zum Dessert leckere Birnen mit selbst gemachter Schokoladencreme. Nach dem schmackhaften Essen erhielten die Schülerinnen und Schüler je ein Diplom und einen Kochhut.

Sportlich betätigen konnten sich die Kinder in Schnupperkursen bei Badminton, Akrobatik, Tischtennis, Tennis, Synchronschwimmen oder beim Zumba und Hip-Hop. Luca Müller, Spieler der 1. Mannschaft Volleyball Schönenwerd, führte die Kinder mit viel Geschick in die Regeln und das Spiel «Ball-übers-Netz» ein. «Es ist herrlich zu sehen, wie schon die 1.- bis 3.-Klässler ins Fiebern kommen, wenn wir nach Punkten spielen», schwärmt der junge Mann, «vielleicht entdeckt eines sein Talent und bleibt bei diesem Sport». Genau so sehen es die anderen «Sportanbieter» auch: «Die Freude an unserer Sportart wecken.»

Der Anlass der «Jungschi» trumpfte mit Fun, Spiel und Action. Nicht jeden Tag kann man ins Wasserkraftwerk Gösgen, Einblicke in die Welt der Informatik, eine Führung durch die Kinderklinik Aarau oder einen Blick hinter die Kulissen von Radio Argovia und dem Flughafen Zürich sowie der Kehrichtverbrennung Buchs AG erhaschen, deshalb waren die interessanten Ausflüge sehr gut besucht.

Alles «Tierische» kam gut an

Der Dienstag startete unter anderem mit einer Führung durch den Wildpark Roggenhausen. Mit dem Bus nach Aarau und dann auf Schusters Rappen dem Wanderweg entlang bis zum Restaurant. Der Wildheger zeigte den Kindern das Leben des Wildes auf. Das Röhren des Hirsches oder das Grunzen der Wildschweine konnten sie ebenfalls miterleben. Allerlei Fragen wurden fachmännisch beantwortet. Die Leiterin Sandra Lüscher wanderte mit der Gruppe über den Eppenberg wieder zurück zum Ausgangspunkt im Dorf.

Am gleichen Nachmittag konnten sich die Kinder bei der schweizerischen Wildtierwarte im Mösli in Niedergösgen ein ganz anderes Bild der Tiere machen. Den elf Anwesenden wurde vor Ort das Leben von Wald und Wild gezeigt. Peter Steiner blieb mit der halben Gruppe im Mösli. Hier sind die präparierten Wildtiere im 1. Stock ausgestellt. Auf interessante Art und Weise zeigte er den gegenseitigen Nutzen von Mensch, Wald und Tier auf. Während dieser Zeit durchforschte Rolf Renggli mit der anderen Hälfte den Wald. So konnten die Kids das lebende Tier (am Vormittag) und das präparierte vergleichen und auch Fragen stellen.

Eine weitere Reise führte nach Wangen ins Tierdörfli oder nach Däniken in die Kipp zum Kurs «Der Hund mein Freund». Neu im Programm des Ferienpasses hiess es «Die Kuh am Melkroboter». Im Schenkerhof in Däniken erfuhren die Schüler viel Wissenswertes über den Melkroboter und die Milchwirtschaft. Den Höhepunkt jedoch erreichte die Bäuerin Frau Schenker mit dem Ausschank von frischer Milch und selbst gemachten Milch-Shakes.

Drei «Renner» zum Abschluss

Der Samstag stand unter dem Motto: «Feuer, Wasser und Süsses». Die Ortsfeuerwehr lud wie schon so oft zum Tag der offenen Türen für alle Kinder ein. Mit Übungen im Freien konnten die Mädchen und Jungs die Arbeit der Feuerwehr beobachten. Spannende Sache, wenn dann noch die Lösch- und andere Fahrzeuge besichtigt werden dürfen. Der Pontonierfahrverein zeigte am Nachmittag neun Interessierten, was es alles braucht, um ein Pontonier zu werden. Sie übten unter anderem die wichtigsten Knoten und sie durften, unter Aufsicht, mit dem Weidling auf der Aare rudern. Stefan Heller, der Leiter dieses Events, erklärte: «Kinder ab 11 Jahren sind im Verein herzlich willkommen.»

Gleichzeitig wurde im Pfarreiheim der Cupcake-Deko-Workshop durchgeführt. Über ein Dutzend Mädchen von der 1. bis 6. Klasse standen an den Tischen und formten, modellierten oder stachen bunte, süsse Formen aus, um die Schmelzbrötli – so wie man früher sagte – zu verzieren.

Jeder Tag wurde für die Kinder, Kursleiter und Organisatoren zu einem besonderen Höhepunkt. Dank der Unterstützungen des Brockenstubenvereins Schönenwerd und der Pro Juventute sowie der Beiträge der Eltern kann der Ferienpass in Schönenwerd immer wieder zum herbstlichen Ferien-Spass werden. Eine gelungene Woche, ohne Zweifel.