Fussball
Der FC Dulliken verpasst Sensation im Schweizer Cup letztlich klar

Der FC Dulliken hält bei seinem ersten Auftritt im Schweizer Cup gegen den Challenge-Ligisten FC Chiasso aus dem Tessin wacker dagegen und verliert mit 0:3.

Pascal Mäder
Drucken
Teilen
FC Dulliken - FC Chiasso
9 Bilder

FC Dulliken - FC Chiasso

Remo Fröhlicher

Telegramm

FC Dulliken - FC Chiasso 0:3 (0:2)

Ey. – 450 Zuschauer. – SR: Pascal Erlachner.

Tore: 27. Hiwat 0:1. 34. Mujic 0:2. 58. Monighetti 0:3.


Dulliken: Quintero; W. Corti, Fehlmann (66. Huber), Hubeli, Brica; Husi, Wernli, Dzombic, Hasani (76. Kaufmann); Zenuni; Jukic (60. Dos Santos).


Chiasso: Bellante; Ivic, Fioravanti, Kaufmann, Monighetti; Simic, Milosavljevic, Hanachi (53. Palma), Hiwat (41. Padula); Mujic (66. Kandiah), Lagrotteria.

Bemerkungen: Keine Verwarnungen.

«Ein gutes Resultat wäre, wenn wir weiterkommen», gab sich Dullikens Präsident Ueli Schenk im Vorfeld der Partie äusserst kämpferisch. Etwas weniger euphorisiert war der Trainer Massimo Saracino: «In einer solchen Partie gegen einen derart übermächtigen Gegner war es unser erstes Ziel, nicht abgeschlachtet zu werden.»

Er habe sich und seine Mannschaft nicht speziell auf das grosse Spiel vor 450 Zuschauern vorbereitet. Etwas defensiver habe er spielen lassen, sonst sei alles ganz normal abgelaufen. Während dem Spiel habe man dann bei Möglichkeit versucht, Konter zu fahren, um vielleicht so Nadelstiche zu setzen.

Ereignisvolle Startphase

Dieses Unterfangen klappte zu Beginn der Partie hervorragend. Dulliken liess wenig zu und war dann und wann sogar selbst in der Vorwärtsbewegung. In der siebten Spielminute kam Chiasso nach einer Standardsituation per Kopf zur ersten Chance und rund zehn Minuten später hatte Basels Leihgabe Simic den Führungstreffer auf dem Fuss.

Nach einem missratenen Kopfball des aus dem Tor geeilten und sonst makellosen Torhüters Quintero war Simics Abschluss jedoch zu schwach, um wirkliche Torgefahr zu erbringen. Das Heimteam seinerseits hatte Pech, als Jukic wenige Minuten darauf alleine auf das gegnerische Tor losziehend wegen Abseits zurückgepfiffen wurde.

Chiassos Sieg nie in Gefahr

Rund fünf Minuten später münzte Chiasso seine Überlegenheit in Tore um. Die Tessiner kombinierten sich durch die Dulliker Abwehrreihe und Ryan Hiwat schloss von der linken Seite im Strafraum stehend souverän zur Führung ab. Lange mussten die lautstarken Chiasso-Fans nicht auf einen erneuten Torjubel warten. Nach einer Flanke von der rechten Seite schraubte sich der wuchtige Ösi-Stürmer Deniz Mujic am höchsten in die Luft und erzielte per Kopf die Zwei-Tore-Führung.

In der Folge konnte sich Dulliken wieder besser wehren, vielleicht auch, weil der Chiasso-Coach und Ex-Serie-A-Spieler Giuseppe Scienza nun seine Mannschaft vermehrt und lautstark zum Verwalten des Vorsprungs aufforderte.

Kurz vor der Pause kam denn auch die Chance auf den Anschlusstreffer: Flügelläufer Sandro Husi konnte auf rechts den Ball stark behaupten und legte die Kugel zur Mitte auf Wernli ab, welcher seinen Schuss zur Ecke geklärt sah. Dullikens Standardsituationen brachten allerdings im gesamten Spiel keine Gefahr. Anders sah dies bei den Gegnern aus der südlichsten Gemeinde der Schweiz aus.

Nach fast jedem ruhenden Ball wurde es gefährlich und in der 58. Spielminute schlug es deswegen gar ein drittes Mal ins Tor des für Dulliken debütierenden Quintero ein. Captain Monighetti traf per Kopf. Ab diesem Zeitpunkt war die Luft raus. Chiasso hatte kein Interesse mehr daran, vorne gefährlich zu werden, und dem Heimteam ging seinerseits die Energie aus.

Ausserdem hatte Dullikens Trainer noch in der Pause beim Stand von 0:2 mit den Worten «jetzt einfach nicht zu viel wollen» vor zu grossem Übermut gewarnt. Gemeint war damit, nicht ins offene Messer zu laufen und sich mit einer hohen Packung abfertigen zu lassen.

Dullikens Ziel erreicht

Mit dem 0:3 gab sich Saracino denn auch grundsätzlich zufrieden. Er könne seiner Mannschaft nur ein grosses Kompliment aussprechen und sie für die erbrachte Leistung loben. Das ganze Team habe sich dank einer kämpferischen Leistung ein gutes Resultat gegen einen übermächtigen Gegner geholt und das primäre Ziel, sich nicht abschlachten zu lassen, damit erreicht.