FC Dulliken

Der FC Dulliken hat eine spezielle Trainingswoche vor sich – in Brasilien

Ob die Spieler des FC Duliken nach dem Trainingslager wohl auch spielen werden wie Neymar?

Ob die Spieler des FC Duliken nach dem Trainingslager wohl auch spielen werden wie Neymar?

Ein neuer Torhüter, drei Abgänge, Platzprobleme und eine Woche in Brasilien: Für den FC Dulliken hat das Fussballjahr 2016 begonnen.

Trotz des Wintereinbruchs startete die erste Mannschaft des FC Dulliken am Dienstag in die Vorbereitung für die Rückrunde 2015/16 in der 2. Liga inter. Im Grossen und Ganzen waren die gleichen Gesichter auf der Ey anzutreffen wie im alten Jahr.

Das Kader wurde im Vergleich zur ersten Saisonhälfte nur minim verändert. Zu Rochaden kam es vor allem bei den Torhütern: Manuel Meier kehrte zum FC Winznau zurück.

Weil zudem Rémy Meier wegen einer Verletzung am Schambein mindestens noch für drei Monate ausfallen wird, haben die Niederämter Zoran Andric vom Liga-Schlusslicht FC Grenchen geholt.

Der 26-jährige Serbe wird beim FCD in der Rückrunde zusammen mit Leandro Russo das Goalie-Duo bilden. Weitere Zuzüge wird es laut Präsident Ueli Schenk nicht geben: «Obwohl man das im Fussball nie so genau sagen kann», relativiert er.

«Plötzlich springt doch noch einer ab. Dann müssten wir uns wieder umsehen.» Abgesprungen sind bis jetzt nur Oguzhan Tonus und Marco Della Porta. Der erst 18-jährige Stürmer Tonus hofft beim Drittligisten Egerkingen auf mehr Spielpraxis.

Wohin es Angreifer Della Porta zieht, steht noch nicht fest: Der 26-Jährige stiess erst Anfang Saison vom FC Rothrist zu den Niederämtern, hatte in der Offensive aber einen (zu) schweren Stand gegen Konkurrenten wie Hazir Zenuni, Hevzi Hasani und Semir Bisevac.

Infrastruktur ist das Sorgenkind

«Unser Kader ist tipptopp», zeigt sich Trainer Massimo Saracino wunschlos glücklich. Nach der starken Vorrunde und dem fünften Zwischenrang bestehe kein weiterer Handlungsbedarf, bestätigt Schenk: «Wir wollen ja nicht aufsteigen», stellt er klar.

Das Ziel sei es, so schnell wie möglich den Nichtabstieg zu sichern und im besten Fall den fünften Platz zu halten. Der Blick geht noch etwas weiter in die Zukunft. Es läuft bereits die Planung für die kommende Saison.

Erste Gespräche mit Spielern wurden geführt. Das Team soll langfristig in dieser Konstellation zusammenbleiben, hofft Schenk. Dabei dürfe aber auch der Nachwuchs nicht zu kurz kommen.

«Der Auftrag an den Trainer lautet, dass die jüngeren Spieler in der Rückrunde mehr Spielpraxis bekommen. Das sollte bei unserer guten Ausgangslage eigentlich drinliegen.»

Sportlich läuft beim FC Dulliken also alles rund. Das Sorgenkind, die grosse Baustelle, ist die Sportanlage Ey: Der Platz müsste erneuert werden, weil das Wasser nicht mehr genug schnell abläuft.

Auch das Klubhaus und insbesondere die Garderoben sind renovationsbedürftig. In die Kabinen regne es sogar rein, berichtet Schenk mit Galgenhumor. «Fix geplant ist noch gar nichts», äussert er sich zum Stand des Projekts.

«Es ist auch nicht sicher, ob überhaupt je etwas gemacht wird. Es stehen in nächster Zeit einige wichtige Gespräche mit der Gemeinde an.»

Trainingseinheiten sind auf der Ey in den nächsten Wochen kaum möglich. In Bezug auf die Rückrunden-Vorbereitung ist Spontaneität gefragt. Joggen, Trainings in der Halle und im Kraftraum: So sieht das Alternativprogramm von Trainer Saracino aus.

Grund zum Klagen hat die Mannschaft indes nicht, denn für Licht am Horizont sorgt das Trainingslager. Nicht ein Ort am Gardasee, in der Südtürkei oder in Spanien ist das Ziel.

Am 4. Februar gehts für eine Woche nach Brasilien. «Die Spieler bezahlen das selber», betont Schenk. Die Idee sei aus einer Wette heraus entstanden: «Als wir vor einem Jahr nach der Vorrunde mit fünf Punkten Tabellenletzter waren, hat Vize-Präsident Roland Gruner den Spielern ein Trainingslager in Brasilien versprochen, wenn sie den Ligaerhalt schaffen.»

Nach dem Sonnentanken in Recife stehen für die Dulliker bis zum Rückrundenstart am 5. März noch fünf Testspiele auf dem Programm: Die Gegner heissen Schötz (1. Liga), Kirchberg, Binningen (beide 2. Liga inter) sowie Schöftland und Brugg (beide 2. Liga). Da die Ey nicht bespielbar ist, trägt der FCD sämtliche Freundschaftsspiele auf dem Kunstrasen in Gränichen aus.

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