Schönenwerd
Der Bau des neuen Wasserspeichers «Föhren» beginnt

Am Mittwoch fand der Spatenstich zum Neubau des Wasserreservoirs «Föhren» in Schönenwerd statt. Der neue Speicher soll im Frühjahr 2019 in Betrieb genommen werden

Kelly Spielmann
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Bruno Kissling

Die Bauarbeiten für das neue Wasserreservoir «Föhren» in Schönenwerd haben mit dem Spatenstich offiziell begonnen. Jörg Amsler, Präsident der «Wasserversorgung Unteres Niederamt» (WVUN) und Ingenieur Werner Berger von der KFB Pfister AG begrüssten die Anwesenden dazu jeweils mit einer kurzen Rede im Schönenwerder Wald.

Auf die Vorträge über die technischen Dimensionen des neuen Wasserreservoirs folgte schon bald der Griff zum Spaten. Neben Jörg Amsler und Werner Berger stachen auch die beiden Gemeindepräsidenten Daniel Cartier (Gretzenbach) und Peter Hodel (Schönenwerd), Hansjörg Merz vom Vorstand der WVUN, Martin Würsten vom kantonalen Amt für Umwelt, Schönenwerder Bürgergemeindepräsident Edgar Meier und Hugo Huber von der Huber Bau AG in die Schönenwerder Walderde.

Bedeutung für die ganze Region

Das neue Reservoir soll insbesondere der Wasserversorgung der beiden Gemeinden Schönenwerd und Gretzenbach dienen. Aber es ist auch für den Rest des unteren Niederamts von grosser Bedeutung: Denn es ist Bestandteil des Netzverbundes gemäss regionalem Wasserversorgungsplan Olten-Gösgen des Amts für Umwelt. Die Statuten der öffentlich-rechtlichen Unternehmung WVUN lassen auch zu, andere Gemeinden miteinzubeziehen.

Deshalb wird das neue Reservoir mit einem höheren Speichervolumen ausgestattet, als wenn es lediglich für Schönenwerd und Gretzenbach gebaut werden würde, und andererseits wird es auf gleicher Höhe wie das Reservoir Söhren in Niedergösgen erstellt, um als kommunizierendes Gefäss dem regionalen Verbund dienen zu können.

Durch die Gleichstellung mit dem Reservoir Söhren in Niedergösgen wird der Wasserspiegel des neuen Reservoirs Föhren acht Meter höher sein als derjenige des heutigen Reservoirs. Das alte «Föhren» ist nur wenige Meter neben der momentanen Baustelle zu finden.

Inbetriebnahme: Frühling 2019

Ziel ist, dass das neue Reservoir im Frühling 2019 in Betrieb genommen werden kann. Bis dahin steht aber noch einiges an: 6200 m3 Aushub, rund 140 Tonnen Armierung, 6000 Meter Spannkabel und 1100 m3 Beton werden im Verlauf der Bauarbeiten verarbeitet. Das neue Reservoir wird ein Speichervolumen von 3000 m3, verteilt auf zwei gleich grosse Kammern, umfassen. Das alte Reservoir verfügte über weniger als die Hälfte: 1400 m3 beträgt das Speichervolumen des 1913 erbauten Wasserreservoirs.

Für den Bau musste ein Teil des Waldes gerodet werden: insgesamt 4870 m2, davon 3355 m2 temporär und 1515 m2 definitiv. Für die definitiven Rodungen werden Ersatzaufforstungen östlich des neuen Reservoirstandorts durchgeführt.

Pumpwerk noch in Planung

Die Projektstudien zum Neubau oder Ausbau des momentanen Reservoirs starteten vor vier Jahren. Nach vielen Variantenstudien hatte man sich für ein neues Reservoir entschieden. Die öffentlich-rechtliche Unternehmung Wasserversorgung Unteres Niederamt wurde am 1. Januar dieses Jahres gegründet. Ausschlaggebend für die Gründung des Unternehmens war die Planung des Grundwasserpumpwerks GWPW Aarenfeld in Gretzenbach, welches zurzeit noch in Planung ist.

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